Roadtrip Mallorca Teil 2 – Wir finden endlich Einsamkeit!

Roadtrip Mallorca Teil 2 – Wir finden endlich Einsamkeit!

Roadtrip Mallorca Teil 2 – Wir finden endlich Einsamkeit! 1920 1280 Madlen

Unsere erste Etappe kam für uns ganz anders als erwartet. An der südlichen Ostküste trafen wir viele Urlauber die das Land überschwemmten. Schöne und ruhige Ecken haben wir trotzdem gefunden. Jetzt geht es aber weiter in den Norden. Vom „schönen Norden“ hört man ja so allerhand, und zwar genau soviel: „Is halt schön da, wa!“. Ok, aber was genau? Hier kommen unsere Erlebnisse! Wir waren in Arta, Alcudia, Pollença und an richtigen tollen Stränden.


Tag 4: Arta & Son Serra de Marina

Zeitreise in eine gemütliche Künstlerstadt

Auf nach Sparta! Äh. Moment…..ARTA! Die kleine Stadt liegt im Inselinneren und ist dadurch so gut wie unberührt vom typischen Mallorca-Tourismus. Und das, obwohl die Stadt keine 20 Minuten von der Küste entfernt ist. Das Örtchen sieht so aus, als hätte sich hier mindestens 500 Jahre einfach gar nix getan. Es fühlt sich an, als würde man durch eine römische Filmkulisse laufen. Alte Häuschen, enge Gassen und viele kleine hübsche Plätze. Richtig schön!

Arta ist heute als Künstlerstadt bekannt. Viele Künstler, Kunsthandwerker und Designer haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Wir haben beim Erkunden das eine oder andere Ateliers gesehen und auch ziemlich coole Boutiquen! Alles natürlich immer sehr mallorquin!

Ausblicke in Arta

Wir sind direkt zu Beginn unserer Erkundungstour auf die Stadtmauer gegangen, hier gibt´s einen unfassbaren Blick über die gesamte Stadt. Von hier oben sieht der Ort noch unwirklicher aus. Der Besuch der Stadtmauer ist völlig kostenlos und sollte daher auf jeden Fall mitgenommen werden!

Im Zentrum gibt es eine kleine gemütliche Einkaufsstraße. In den kleinen Boutiquen gibt es für Mädels einige schicke Kleider, Taschen und handgefertigten Schmuck! Natürlich musste ich hier auch zuschlagen 🙂 Ansonsten gab es hier nicht viel zu sehen. Ein kleiner verschlafener Ort eben. Aber für diejenigen, die ein dem Trubel entfliehen wollen, ist das hier genau die richtige Ecke. Für uns war es nach den letzten Tagen eine Oase der Ruhe.

Ein Strand voller Tribbles!

Wieder ab ans Meer! Raus aus Arta und nur wenige Minuten später waren wir schon wieder in Son Serra de Marina. Der Ort ist noch relativ neu und wurde nur für einen Zweck errichtet: Touristen. Einen historischen Stadtkern sucht man daher vergebens. Aber der kleine Ort hat seine Vorteile:

1. Es gibt wieder einen Parkplatz wo man offiziel campen darf!
2. Es gibt hier ein richtig tolle Restaurants, die besten Mojitos der Insel und eine super chillige Strandbar.
3. Man hat seine Ruhe!

Übrigens gibt es hier keine Hotels. Es ist zwar ein reiner Ferienort, aber kein Haus ist höher als zwei Etagen. Im Winter ist man hier wahrscheinlich komplett allein.

Nach unserer Ankunft sind wir erst einmal ans Meer gestürmt und wollten uns in die Fluten hechten. Aber wir wurden von kleinen braunen Bälle-Dingern aufgehalten! Der gesamte Strand war übersät damit! Die mysteriösen Bälle bestanden aus Gras, oder Algen, oder irgendwie sowas. Die kleinen Dinger erinnerten uns sofort an Tribbles! Diese kleinen haarigen Felldinger aus Star Trek. Kennt ihr die noch?

Geheimtipp_Nr.3

Schmausen im Sis Pins

Das familiengeführte Restaurant Sis Pins ist ein Geheimtipp von Jill. Hier soll es nicht nur den besten Mojito der Insel geben, sondern auch richtig leckeres Essen. Finden wir beides gut, also nix wie hin.

Die Inhaber sprechen alle ein wenig deutsch und waren sowas von liebenswürdig und hilfsbereit. Wir bestellten eine traditionelle Paella. Traditionell bedeutet hier, das alles noch „verpackt“ ist. Also, Krebsbeinchen, Muscheln und Garnelen. Muss man alles aufbrechen und auseinander pulen. War ne ganz schöne Manscherei, aber wirklich lecker. Dazu gab es dann noch eine ganze Karaffe Sangria, leeeecker!

Sis Pins
Avinguda del Talaiot de sa Nineta 23,
07459 Son Serra de Marina

Ab 13 Uhr geöffnet
Traditionelle und günstige Küche


Tag 5: Santa Margalida

Straaaandtag

Heute aber! Ab ins Meer! Um endlich mal wieder ins Wasser zu kommen, liefen wir den Strand heute mal in die andere Richtung ab – vielleicht war ja hier ein Strand mit Sand statt braunen Strohballdingern zu finden. Wir kamen recht schnell zum Strand von Santa Margalida. Ein kleines, aber wirklich anschauliches Dörfchen. Hier gibt es eine schicke Promenade, Cafes und einen Marktplatz. Im Hintergrund ein Bergrücken und im Meer zig Surfer, fast wie auf einer Postkarte. Jetzt bereuten wir es ein wenig, dass wir nicht hier die letzte Nacht verbracht hatten.

Achja, die komischen Gras-Ball-Kugel-Dinger von gestern gehörten scheinbar zu diesem Ort wie das Meer. Heute sahen wir sie überall an Haustüren und Balkonen als Dekoration drappiert. Wir haben sicherheitshalber auch welche vom Strand mitgenommen – sie schmücken jetzt unser Regal.

Der Strand von Santa Margalida auf Mallorca.

Der Strand von Santa Margalida ist fast 10 km lang. Hier findet man auf jeden Fall ein ruhiges Plätzchen.

Hippie-Flair und Britpop

Später entdeckten wir die kleine Moomba Beach Café. Keine 5 Minuten von unserem Schlafplatz entfernt und wir haben den Laden die ganze Zeit übersehen! Wir gingen uns schnell hübsch machen und kamen ganz schnell zurück. Wir flehtzten uns auf einen der gemütlichen Klappstühle, bestellten erstmal ein Bierchen und entspannten uns zur Livemusik. Klassiker des Britpops wurden hier lautstark geschmettert – Wonderwall! Yay! Ein kleiner Hippi-Stand, der hier ausgebaut war, lockte mich an und ein paar Minuten später war ich stolze Besitzerin einer handgefertigten Umhängetasche.

Moomba Beach Café 
Carrer Joan Frontera Riera 161
07459 Son Serra de Marina

Jeden Tag ab 10 Uhr geöffnet
Im Sommer Abends ab ca. 18 Uhr Livemusik. Das Essen ist hier auch super lecker, wenn auch etwas teuer.

Moomba Beach Bar in Marina

Das Moomba Beach Café auf Mallorca

Das Moomba Beach Café ist ein super Ort zum Entspannen.


Tag 6: Alcudia & Mal Pas

Ein Spaziergang durch das historische Alcudia

Weiter geht´s! Nur noch zwei Tage und dann ist der Urlaub schon wieder vorbei. Auf dem Weg nach Norden fuhren wir durch Port d`Alcúdia durch. Das war früher mal ein kleiner Fischerort – jetzt gibt es hier nur noch Bettenburgen, Restaurants und Fahrradverleihe ohne Ende. Nicht sonderlich einladend für unseren Geschmack, aber hier wohnen scheinbar etliche Urlauber. Direkt nach Port d`Alcúdia kommt das historische Alcúdia. Der kleine Ort gilt noch als authentisch und urig. Das wollten wir uns näher anschauen.

Altstadt Alcudia auf Mallorca.

Gemütliche kleine Gassen gibt es hier an jeder Ecke. Die Preise in den Lokalen sind aber gesalzen.

Wir parkten direkt neben der riesigen Kirche Sant Jaume, die zu unserem Glück auch gerade für Besucher geöffnet war. Es war nämlich gerade Mittag, brüllend heiß und eine Abkühlung hinter dicken Kirchenmauer war genau das Richtige. So schlicht und einfach die mallorquinischen Kirchen von Außen sind, umso prunkvoller sind sie von Innen. Gold, Marmor und Reliquien kann man sich hier aus nächster Nähe anschauen. Ein kleines Museum ist hier auch integriert und zeigt Stücke aus vergangenen Zeiten.

Parroquia de Sant Jaume
Plaza Jaume Ques
Alcudia
Einritt: 1€

Parroquia de Sant Jaume in Alcudia auf Mallorca

Ein Spaziergang durch die kleinen Gassen sind auf jeden Fall zu empfehlen. Kleine Geschäfte und hübsche Cafés gibt es reichlich. Irgendwann kommt man auch am prächtigen Renaissance-Rathaus Casa Consistorial an der Plaça Espanya vorbei. Ein ganz schönes Fotomotiv! Man kann irgendwo in Alcúdia auf die Stadtmauer herauf, leider haben wir nicht herausgefunden wo genau.

Tapas & Wein im Sonnenuntergang

Mal Pas ist eine kleine Siedlung auf der Halbinsel Victoria, ca. 2km von Alcúdia entfernt. Hier gibt es nicht sehr viel, außer einem kleinen Supermercado, einer Beachbar und einen Yachthafen (und damit ziemlich viele Schnösel). Durch Jill wussten wir aber, dass es hier eine kleine Bucht gibt, wo man absolut ungestört sein kann. Die war auch super schnell gefunden, nur waren wir hier ganz und gar nicht alleine.

Mal Pas Mallorca

Camp-Spot Nr.5 an der gemütlichen kleinen Bucht bei Mal Pas.

Auf dem kleinen Parkplatz, der sich direkt am Meer befand standen neben zwei Wohnmobilen auch eine recht lautstarke Touristengruppe + Veranstalter. Die „Challenger!!!“ wurden permanent in Animateur-manier angeschrien/motiviert und auf die „Challenge“ vorbereitet. Die bestand daraus, mit einem Kajak zu einer Höhle zu fahren, dort hinein zu schnorcheln und den „Schatz“ zu bergen. Bis auf den „Schatz“ klang das sogar ganz cool. Naja, wir ließen uns nicht stören und bereiteten unsere Hulda schon mal für den Abend vor. Markise, Tisch und Stühle raus, dass Bett ausklappen und schon war alles fertig. Nun noch mal ab in unsere kleine Privatbucht und eine Runde schnorcheln.

Strand von mal Pas auf Mallorca

Tadaaa – unser kleiner Strand! Nur 20 Schritte von Hulda entfernt.

Den Sonnenuntergang wollten wir von einer anderen Bucht aus betrachten. Wir kauften uns ein paar Tapas, Brot und Wein im Supermercado und marschierten an der Küste entlang.

„Oh wie cool, ein Picknickplatz!“ Etwas zu groß geratene Stühle und Tische standen an den Klippen. Wie praktisch, wir hatten nämlich keine mitgenommen. Eine kleine Treppe führt an einen kleinen Kiesstrand heran, an dem man fast alleine sein kann. Wir packten unsere Tapas, Wein und unser Backgammon aus. Tranken, aßen, spielten und schauten der Sonne beim Versinken zu.

Angrenzend an den Picknickplatz befindet sich die kleine Beachbar S‘ Illiot, sowie ein Parkplatz. Ein guter Ausgangspunkt für eine Wandertour.

Der Wein war leer, die Sonne war weg. Irgendwann ging es zum Bus zurück und wer hier schon ein wenig mitgelesen hat, weiß das wir sehr gerne stundenlang in den Sternenhimmel schauen. Und schaut mal, wie schön es diese Nacht noch wurde:

Sternenhimmel über Mal Pas.

Sternenhimmel über Mal Pas.

Hammer, oder? 😀


Tag 7: Mal Pas

Schnorcheln wie im Paradies

„OK CHALLENGER! Macht euch bereit den TREASURE zu finden!“. Mit diesem Motiviations-Gebrüll wurden wir etwas unsanft aus dem Schlaf gerissen. Punkt 9 Uhr waren die Schatzsucher wieder auf unserem Parkplatz gelandet. Ok, dann stehen wir also auch auf und schauen uns das Spektakel bei einem Kaffee mal an. Heute waren die Teilnehmer deutlich jünger und schauten etwas peinlich berührt drein.

Wir gingen lieber eine Runde schnorcheln. Und heute gab es wirklich richtig was zu sehen unter Wasser! Wir entdeckten heute ein kleines Riff und haufenweise Fischschwärme unter Wasser. Kleine, große, bunte, glitzernde! Unfassbar schön. Irgendwann begegneten wir allerdings einer Feuerqualle und zogen uns lieber aus dem Wasser zurück.

Wanderung La Victoria

32 Grad. Riiiichtig schön heiß. Heute müssen wir mal wandern! An unserem Camp-Spot steht nämlich ein riesiges Schild, welches drei Wanderungen abbildet. Von leicht bis schwer ist alles dabei. Wir entschieden uns für die leichteste Route, man muss ja nicht übertreiben.

Der Weg führte zunächst mitten durch ein Ferienlager, dann durch einen schattigen Wald. Der Weg ist relativ leicht, nur ab und zu ein kleiner Felsen über den man drüber kraxeln muss. Selbst wenn man hier nicht ganz weit oben ist (wir schätzen 200m) hat man dennoch eine tolle Aussicht. Der Weg ist mit Markierungen gekennzeichnet, aber manchmal etwas irreführend, da die Markierungen ab und zu fehlen. Es kommen hier aber einige Wanderer vorbei, also kann man immer mal nach dem Weg fragen.

Ganz oben angekommen befindet sich ein großer Parkplatz, eine Kapelle, ein Restaurant und ein Hotel! Die kleine Kapelle wurde für eine Madonnenstatue errichtet, die im 13 Jh. hier gefunden wurde – die „La Victoria“. Angeblich wurde sie mehrmals von Piraten gestohlen, aber immer wieder zurück gebracht.

Von hier oben kann man auch bis zum Aussichtsfelsen Penya Rotja und bis zum Talaja d’Alcudia weiter wandern. Wir waren aber jetzt schon fix und fertig und hungrig. Neben dem Retsaurant gibt es hier auch eine kleine Snackbar, blöderweise hatten wir auch unser Geld vergessen und litten Höllenqualen. Also liefen wir lieber schnell zurück zum Bus um zu schmausen und danach weiter zu fahren.

Der Ausblick vom Ermita de la Victoria.

Der Ausblick vom Ermita de la Victoria.

Stadtrundgang in Pollença

Die kleine Stadt Pollença stand als einzige so richtig auf unserem Plan. Sie sollte der Abschluss unserer Reise werden. Zum Glück fiel unsere Wahl auf diese Stadt, denn es war wirklich ein Highlight für uns. Zum ersten Mal fühlten wir uns pudelwohl. Keine Touristmassen, entspannte Spanier, spielende Kinder auf der Straße, viele kleine Boutiquen, Kunsthandwerk-Geschäfte und Restaurants. Die Stimmung der Stadt war einfach richtig richtig toll.

Die Gassen in Pollenca.

Die Gassen in Pollenca. Super entspannt und gemütlich.


Pollenca Berge

Zwei Dinge gibt es hier überall: Katzen und einen guten Blick auf die Berge.

Der Kalvarienberg

In den kleinen verwinkelten Gassen lässt es sich gut schlendern. Hinter jeder Ecke findet man wieder einen interessanten Laden. Wenn man auf dem Marktplatz steht, sieht man eine schier endlose Treppe die steil nach oben führt. 365 Stufen. Jede symbolisiert einen Tag des Jahres. Der Hügel wird Kalvarienberg genannt, aber nicht weil er wirklich so heißt, sondern weil es die Bezeichnung für eine „Nachbildungen der Kreuzigung Christi und seines Leidensweges“ ist. Huiii, hätten wir das vorher gewusst, wären wir da nicht hochgegangen. Wer will schon freiwillig einen Leidensweg beschreiten?

Kalvarienberg in Pollenca

Der endlose Kalvarienberg.

Natürlich sind wir trotzdem hoch gelaufen (wir wussten ja noch nicht das es ein Leidensweg ist). So schlimm war es auch gar nicht!

Von ganz oben hat man einen sagenhaften Blick auf die Bucht von Alcúdia und auf das Tramuntana-Gebirge. Auf dem „Gipfel“ befindet sich außerdem eine kleine barocke Wallfahrtskapelle, diese kann besichtigt werden. Die absoluten Stars waren hier aber die Katzen, die zur Kapelle gehörten. Allesamt sehr friedlich und den niemals abreißenden Strom von streichelnden Händen gewohnt.

Katzen auf dem Kalvarienberg in Pollenca.

Noch mehr Katzen 🙂


Blick auf die Bucht von Alcudia.

Blick auf die Bucht von Alcudia.

Geheimtipp_Nr.4

Gutes Essen muss nicht teuer sein

Eine super Restaurant-Empfehlung haben wir zum Abschluss auch noch. Und zwar das kleine Restaurant eu centro, in einer kleinen Seitenstraße gelegen, läuft man fast daran vorbei. Wir haben den Laden aufgrund einer Empfehlung besucht und sind absolut froh hier gegessen zu haben. Das Essen war superlecker und auch nicht sehr teuer. Die Bedienung ist super freundlich und sehr zuvorkommend. Hier saßen wir zwischen Einheimischen, wie auch ein paar Touristen. Die Preise sind absolut angemessen und nicht sehr teuer.

restaurante eu centro
Carrer del Temple 3
07460 Pollença

Damit ging unser Abenteuer Mallorca zu Ende. Wir verbrachten die letzte Nacht noch auf einem Parkplatz, der Ort ist aber nicht erwähnenswert, daher sparen wir uns das einfach euch davon zu berichten. Am nächsten Tag stand uns nur noch eine lange Fahrt zurück nach Palma und damit nach Deutschland bevor.


Fazit

Mallorca ist eine Insel, die eine unglaublich schöne Landschaft zu bieten hat. Die vielen kleinen Callas, schattige Pinienwälder, spektakuläre Berge – echt einmalig. Und wir waren nur an der Ostküste unterwegs! Den Westen mit seinem Tramuntana-Gebirge und den schönen Städten Valdemossa, Soller und Deia konnten wir aufgrund des Alters unserer Hulda nicht befahren. Aber das ist ein guter Grund nochmal wieder zu kommen.

Reisen im Bus hat uns auf jeden Fall überzeugt. Es ist einfach super praktisch seine Unterkunft einfach zu parken wo man möchte. Zu schlafen wo man möchte. Die Augen früh morgens aufzuschlagen und einfach direkt am Meer zu sein. Wir fühlten uns frei. Nur die Sache mit der nicht vorhandenen Dusche und Toilette war etwas kompliziert. Aber man gewöhnt sich auch daran.

Zu Mallorca muss ich grundsätzlich noch sagen, dass es ein bisschen schade ist, dass die Insel dermaßen überflutet von Touristen ist. Natürlich sind wir im weitesten Sinne auch Touristen, aber ich unterscheide lieber zwischen „Touristen“ und „Reisenden“. Die einen wollen nur in der Sonne braten, essen, trinken – die anderen wollen das Land entdecken, die Menschen kennenlernen. Es war für uns fürchterlich schwer Orte zu finden, die noch authentisch waren. Den Mallorquinern merkte man auch eine gewissen Unzufriedenheit an, man wurde nicht überall freundlich empfangen.

Alles in allem ist es eine absolute Trauminsel. Ich kann schon verstehen warum wir Deutsche uns dort so wohl fühlen. Wir kommen auf jeden Fall nochmal wieder.

Achja. Für die, die sich auch so ein coolen alten VW Bus ausleihen möchten, hier: www.lazy-bus.com gibt´s die. Insgesamt stehen 4 Busse zur Verfügung. Für eine Woche haben wir knapp 600€ bezahlt. Für Wohnung + Mietwagen ein super Deal in der Hauptsaison 🙂

Madlen

Ich bin 32 Jahre alt, lebe und arbeite in Dortmund. Ben und ich versuchen so oft es geht die Welt zu entdecken und euch an all den schönen Orten teilhaben zu lassen.

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2 Kommentare
  • Schöne Eindrücke und toller Bericht, ich war vor ein paar Wochen auch das erste Mal auf Mallorca, wir sind den GR 221 Trail gelaufen und sind zum Schluss in Pollenca gelandet, wunderschön, hat mir auch direkt am besten gefallen. Ich werde wieder auf die Insel gehen, aber wenn dann nur möglichst fernab der Touristenmaßen. LG Cindy

    • Hola Cindy!
      Danke für das Lob 🙂 Wir wollen irgendwann auch nochmal eine Wandertour durch die Tramuntana machen, aber der Trail den ihr gewandert seid…puh. Hut ab da habt ihr ganz schön Meile gemacht UND vor allem auch Höhenmeter. Wahnsinn hey 😀 Aber ihr hattet dafür sicher richtig schöne Ausblicke.

      Wir haben nach unserer Reise den Tipp bekommen lieber im Herbst oder Frühling nach Mallorca zu reisen. In der Zeit gibt es erstmal kaum/wenige Touristen und die Temperaturen sind zum Wandern weitaus angenehmer.

      LG, Madlen 🙂