Eckernförde: Tipps und Sehenswürdigkeiten

Eckernförde: Tipps und Sehenswürdigkeiten

Eckernförde: Tipps und Sehenswürdigkeiten 1920 1440 Madlen

Mein 12-jähriges Ich erinnert sich: eine Million Quallen, tropfendes Wassereis, der Sand zu heiß für barfuß, mit dem Walkman auf dem Handtuch liegen, dabei Bravo Girl lesen, geschnittene Wassermelonen und nackte Senioren. Urlaub an der Ostsee – das ist für mich Kindheit, erste Liebe und irgendwie ein bisschen langweilig. Aber das Jahr 2021 zwang uns zu Dingen, die wir wohl freiwillig nie gemacht hätten. So landeten wir in Eckernförde. Und so wurden wir kleine Ostseefans.

Hier findest du unsere Eindrücke und Tipps zu Eckernförde. Viel Spaß dabei! 🙂

Kaufe frischen Fisch am Hafen von Eckernförde

„Heute: Hering, Kabeljau, Seehecht!“ verkündet die Kreidetafel. Geschichten von „damals“ schwirren durch die Luft, Fähnchen flattern im Wind und eine alte Dame kauft frischen Fisch direkt vom Kutter. Den kann man hier täglich fangfrisch erwerben. Und jeden ersten Sonntag des Monats findet am Hafen ein kunterbunter Fischmarkt statt (mit verkaufsoffener Innenstadt!).

Wir staunen über den gigantischen fast 100 Jahre alten Rundsilo. Er ist eines der Wahrzeichen Eckernförde, wird aber (leider) nicht touristisch als Aussichtsplattform genutzt.

Ein paar Meter weiter entdecken wir eine kleine hölzerne Klappbrücke. Natürlich haben sich auch hier schon viele Petras und Ingos mit einem Herz-Schloss verewigt. Ein bisschen kitschig, aber eine schöne Geste. Das zweite Wahrzeichen von Eckernförde. Die Brücke verbindet das Zentrum mit dem Stadtteil Borby, wo es einen schönen Aussichtspunkt gibt.

Erklimme den Petersberg in Eckernförde

Richtig gelesen, es gibt einen Berg (!) in Eckernförde! Vielleicht ist das gar nicht so überraschend, aber ich fand es verrückt. Norddeutschland ist für mich nun mal Flachland, hier hat man eben eine Ausnahme gemacht. Vom Petersberg kannst du einen hübschen Blick über den Hafen und die Altstadt genießen. Der Aufstieg ist (Gott sei Dank!) sehr kurz, aber recht steil. Um zum Aussichtspunkt zu gelangen, gehe am Hafen über die kleine Holzbrücke und dann direkt nach rechts und die nächste wieder links. Ist aber auch ausgeschildert.

Ausblick vom Petersberg in Eckernförde

Kleine Randnotiz für Freunde des Hintergrundwissens:

Früher hieß der Petersberg Ballastberg, weil Geröll abgetragen und als Ballast für leer in See stechende Schiffe diente.

Direkt hinter dem Aussichtspunkt befindet sich die Kirche Borby. Sie stammt aus dem Jahr 1180 und ist das älteste Gebäude des Stadtteils. Es klingt komisch, aber der Friedhof, der die Kirche umgibt, ist sehr hübsch und man kann dort eine kleine Pause im Schatten einlegen.

Unterhalb des Petersberg befindet sich das Borbyer Ufer: eine hübsche Promenade, von der du den Jachthafen siehst und in einem kleinen Park ein Eis schlecken kannst.

Lerne wie man Bonbons herstellt

Seitdem wir in Salzburg zufällig eine Bonbonkocherei entdeckt haben und bei der Fertigung zuschauen durften, hegen wir eine geheime Leidenschaft für das Handwerk.

Beim Schaukochen in der Bonbonkocherei Hermann Hinrichs (Frau-Clara-Straße 22) kann man den gesamten Fertigungsprozess beobachten, Fragen stellen und manchmal gibt es eine kleine Kostprobe der süßen Leckereien. Oder pack dir eine Naschtüte so groß wie du willst: Bonbons, Lakritz, Karamellen und Weingummi steht zur Auswahl. Bezahlt wird nach Gewicht.

Eckernförde Tipps: Walzen Bonbochkocherei Heinrich Hinrichs

Traditionelles Handwerk

Die Geräte, Maschinen und Bonbonwalzen aus Messing sind teilweise schon bis zu 80 Jahre alt

Eckernförde Tipps: Bonbochkocherei

Ein Stadtbummel durch Eckernförde

Eckernförde Tipps: Innenstadt Altstadt

Er wollte es un-be-dingt! Das blaue Buch vom Grabbeltisch wedelt in seinen kleinen Armen hin und her. „Mama, Mama, Buu!“ Okay, mal sehen, was du dir da ausgesucht hast. „Der kleine Prinz“ – Oh, gute Wahl mein Schatz! Zusammen klettern wir also die enge Treppe in den Laden hinab und suchen nach der Kasse. Hui, Bücher, Heilsteine, Traumfänger und Klimbim. Und so haben uns hier noch einige Geschäfte überrascht. So auch der kleine Laden Acht-mal-acht (St.-Nicolai-Straße 8), in dem es nur handgefertigte Kleinigkeiten von Künstlern und „Machern“ aus der Gegend gibt.

In der gemütlichen Altstadt findest du Zerstreuung und bestimmt auch ein kleines Mitbringsel. Großen Modeketten gibt es nicht, nur individuelle, inhabergeführte Geschäfte. Uns haben vor allem die Frau-Clara-Str. und die St.-Nicolai-Str. gefallen, aber da sind noch mehr kleine Gassen die was zu bieten haben.

Besuche den Wochenmarkt

Das Möhrenkraut lockt sich kunstvoll um die dunkelrote Paprika, die Kartoffeln liegen akkurat in einer schönen Holzkiste und an den Salatköpfen glitzern Wassertropfen. Der Käse-Mann plaudert mit der Fisch-Frau. Die Blumen-Frau sortiert gerade noch ein paar Gurken-Pflanzen und winkt uns zu. Der Wochenmarkt in Eckernförde ist wun-der-schön! Ein wenig mittelalterlich fühlt es sich an, dazu die netten Gesichter. Wir drehten direkt zwei Runden. 😀

Der Wochenmarkt findet auf dem Rathausmarkt und dem Kirchplatz jeden Mittwoch und Samstag von 7.00 – 13.00 Uhr statt.

Genieße ein gutes Fischbrötchen

Die Holzbank knarzt als ich mich darauf plumpsen lasse. Jori schläft im Buggy, Ben ist in den kleinen Fischladen gespurtet. Es ist 12:30 Uhr und wir sind hungrig wie ein Rudel Löwen. Schmachtend hoffe ich auf ein möglichst dick belegtes Fischbrötchen. Die Bedienung kommt tänzelnd um die Ecke gesaust, stellt mir zwei bunt belegte Teller vor die Nase. „Honig-Senf-Sauce war doch richtig? Ja? Lasst es euch schmecken.“

Der Fischladen FischZeit (Kieler Str. 67) bietet frisch belegte Fischbrötchen in gefühlt hundert Varianten an. Das Angebot wechselt stetig, alles kommt aus der Region und wird eben frisch zubereitet. Die Preise sind völlig in Ordnung. Am besten etwas vor der Mittagszeit da sein, sonst musst du dich auf eine etwas längere Warteschlange einstellen.

Tipp: Fragt nach einem Mittagstisch, er steht nicht auf der Karte (zumindest in unserem Fall). Haben dann aber leckeren Backfisch mit Kartoffelsalat bekommen. War richtig lecker!

Verbringe Zeit am Meer

Eckernförde Tipps: Eckernförder Bucht Strand

Schuhe aus, Socken aus, rein in den feinen Sand und das Wasser grüßen. Wir beobachten Spaziergänger, Kinder die Burgen bauen, Wasser das um Sandbänke läuft und suchen Krebse zwischen Steinen. So verbrachten wir die meiste Zeit in Eckernförde. Früher wäre das undenkbar gewesen, aber wenn man mal zu dritt ist ändert sich selbst sowas.

Der Strand liegt keine 5 Minuten von der Innenstadt entfernt und wenn man dann mal da ist, hat man die knapp 4 km feinen weißen Sand fast für sich alleine. Das Wasser ist seicht und ruhig genug, dass das kleinste Familienmitglied ungestört im Wasser matschen kann. Eine Strandbar oder Restaurant sind immer irgendwie in der Nähe. Es gibt einen FKK-Bereich und einen eigenen Hundestrand.

Tipp: Einen Strandkorb kannst du dir über die App BeachBuddy mieten. Einfach den QR-Code am Korb scannen.

Mache eine Wanderung durch die Hüttener Berge

Eigentlich waren wir schon auf dem Rückweg nach Dortmund, aber das Wetter war überraschenderweise traumhaft. Ich filmte aus dem Fenster, Jori knabberte an seinem Butterkeks, Ben fuhr plötzlich rechts ran: „Es ist so schön, lasst uns hier mal raus.“ Gesagt getan, wir waren inmitten der Hüttener Berge.

Auf 20 Wanderrouten und sechs Radtouren kann man die abwechslungsreichen Wälder, Felder und Dünen erkunden. Zwischen 3,6 und 36 Kilometer lang sind sie, von leicht bis mittelschwer. Im Naturpark kann man aber auch an mehreren Seen planschen. Der Bistensee und der Wittensee gehören wohl zu den schönsten. Die Wege sind übrigens super mit dem Kinderwagen/Buggy befahrbar.

Tipp: Wanderrouten kannst du dir hier ansehen.

Bonus-Tipps: Was kann man sonst noch in Eckernförde machen?

Folgende Tipps haben wir nicht selbst getestet, aber als vielversprechend abgespeichert. Vielleicht kommst du ja dazu und kannst uns davon berichten:

Alle großen Leute waren einmal Kinder, aber nur wenige erinnern sich daran.

Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz

Reiseführer & Apps für Eckernförde


Reiseführer von Reise Know-How*
Unser Lieblings-Reisebuchverlag.


Reiseführer Dumont*
Auch super!


Der kleine Prinz*
Hat nix mit der Stadt zu tun, wollten es nur mal empfehlen.

Apps

  • Beachbuddy: Strandkorb mieten per App
  • OstseeApp: Verschiedene Tipps, Strandfinder und Rabatte
  • Komoot: Streckenkarten für Wanderungen, Radtouren und Jogging
Eckernförde Tipps: Strandkörbe in der Eckernförder Bucht Strand

Empfehlenswerte Unterkünfte in Eckernförde

Unser Fazit zu Eckernförde

Eckernförde hat uns buchstäblich die Schuhe ausgezogen. Wir wollten nur mal ein bisschen was anderes sehen, erwarteten rein gar nichts und dann wären wir fast ausgewandert. Man könnte meinen wir sind eeetwas sehr schnell zu begeistern, vor allem nach dieser langen Zeit des Verharren und Abwarten.

Aber.

Die Nähe zum Meer, den Wäldern, der Zurückgezogenheit hat uns gezeigt wie hektisch unser Leben in der Großstadt ist. Und das wir auf unseren nächsten Reisen einen Bogen darum machen werden. Vielleicht nochmal in Deutschlands Norden. Vielleicht sogar wieder genau hier her. Wir werden sehen.

Eckernförde ist eine echte Perle und wirklich empfehlenswert.

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Madlen

Immer auf der Suche nach schönen Flecken auf der Erde.

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