Oslo: 9 Dinge, die du machen musst!

Oslo: 9 Dinge, die du machen musst!

Oslo: 9 Dinge, die du machen musst! 1920 1280 Madlen

Also, sowas ekliges! So eine Sau ey!” Ben lenkte den Mietwagen auf den sandigen Parkplatz und bremste abrupt. „Sowas gibts echt nur in Oslo oder hast du schon mal was Vergleichbares gesehen?“

Also. Nein, hatte ich nicht. Es war nicht das erste Mal das Oslo uns etwas irritierte.

Aber von vorn:

Wir waren seit vielen Wochen unterwegs und unsere Reise näherte sich dem Ende. Inzwischen war es Ende September, mein Babybauch hatte eine astronomische Größe angenommen und ich konnte mich eigentlich kaum noch noch bewegen. Nun waren wir aber hier – in Oslo, Norwegens Hauptstadt. Und weil wir immer sehr spontan unsere Ziele wählten, merkten wir eins schnell.

Wir hatten keine Vorstellung von dieser Stadt.

Oder fällt dir vielleicht auf Anhieb eine Sehenswürdigkeit ein? Oder was eben „typisch Oslo“ ist? Wenn nicht, bist du hier genau richtig. 🙂 Wir werden das ändern, zumindest ein kleines bisschen.

Also, wir hatten zwar keine Ahnung, aber viele Fragen (oder viel mehr Vorurteile): Leben die Menschen hier in roten Holzhäuschen? Essen alle Walfleisch und Elchburger? Fahren alle auf Skiern zur Arbeit? Sehen alle Norweger aus wie Wikinger? Und gibt es hier wirklich mehr Elektroautos als Einwohner?

Hier findest du nun Tipps, persönliche Eindrücke und ein paar Antworten zu Oslo. Viel Spaß beim Stöbern. 🙂

Häuser in Oslo

01. Damstredet

Strahlend blauer Himmel, Schäfchenwolken. Ben navigiert. Ich schiebe meinen Babybauch/dicke Trommel die schmal gepflasterte Straße hinauf und bekomme den ersten Schweißausbruch des Tages.

Ahaaaa, da ist sie ja! Die Damstredet!

Kleine süße rote und gelbe Holzhäuschen, blumige Gärten mit wackeligen Holzzäunen, schmale Gassen. Wir trällern direkt los: „Uhhhhh, wie schön!“. Trotz der herbstlichen Jahreszeit grünt und blüht es überall. Vögelchen zwitschern, Schmetterlinge flattern, Bienen summen und wir knipsen unsere Speicherkarten voll. So ist das, so hab ich mir Norwegen vorgestellt!

Aber Moment! Die Häuser der Damstredet stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und die gerade mal 160 m lange Straße ist die letzte ihrer Art in Oslo! Man spricht hier von einheitlicher Holzbebauung und die ist in Oslo nicht mehr selbstverständlich. Was aber schön ist, dass es sich hier nicht um eine Art Kulisse für Touristen handelt. Alle Häuser sind bewohnt oder werden zumindest als Büro genutzt.

Tipp: Es gibt hier noch eine zweite schöne Straße, die Telthusbakken. Wir haben erst später von ihr erfahren. Ist da irgendwo um die Ecke 😀

Blumen Oslo Damstredet Tipps

02. Bummeln, shoppen, genießen + Penise betrachten

„Ein schwimmender Penis?” – „Könnte auch ein Arsch sein…? …Mit nem langen Hals dran!?”

Nach weiterer Beratschlagung, entschlossen wir, dass es sich tatsächlich um einen schwanenartigen, schwimmenden Penis handeln muss. Ich sagte ja – Oslo hat uns ein paar mal irritiert. Er (der Penis) schwimmt auf der glasklaren Akerselva, der Fluß der durch ganz Oslo fließt.

Oh man, wo waren wir hier nur gelandet?

Oslo Stadtteil Grünerlokka Tipps

Das frühere Arbeiterviertel Grünerløkka ist eigentlich für ganz andere Dinge bekannt. Er liegt auf der Osttseite des Flusses und hier kann man vor allem richtig gut bummeln, Kaffee trinken und sehr gut Essen. Und dann ist es hier eben noch grün, grün, grün. Die historischen Industriegebäude sind allerdings auch noch blau, rot, gelb und alle Farben die es sonst noch gibt. Die Streetart ist überall, in allen Facetten. Oft sieht man gar nicht wo ein Gebäude anfängt oder aufhört, weil die Kunst so dicht ist, dass alles miteinander verbunden wirkt.

Aber nun zu den wichtigen Dingen im Leben eines Städtereisenden! Dir rollen sich schon die Nägel auf, weil du es unbedingt wissen willst oder?

Was und wooo genau kann man denn hier nun shoppen?

Okay, ruhig Blut: Es gibt hier vor allem Kunst, Vintagemöbel, Design- und Second-Hand-Klamotten und -Kram. Viele davon in der Straße Markveien, wie z.B. die Secondhand-Shops robot, velouriavintage oder Frøken Dianas Salonger. Aber am besten schaust du dir das mal selber an. 🙂

Tipp 1: Sonntag ist großer Markttag! Der Markt bei Blå ist spannend für Vintage- und Designliebhaber. In Birkenlunden werden Gebrauchtwaren zwischen den 40er und 80er Jahren versteigert.

Tipp 2: Jeden Samstag finden Streetart-Touren statt. Haben wir in Brighton schon mal gemacht und war wirklich total interessant. Hier gibt es mir Infos: www.oslostreetarttours.no 

03. Zum Sonnenuntergang auf das Dach der Oper klettern

Das Fenster ist voller grusliger Puppenköpfe.

Wir stehen an der Rückseite der Osloer Oper (weil kostenloser Parkplatz) und gucken in eine Art Großraumbüro für Schneider:innen: Nähmaschinen, Kostüme, Kleiderständer, Stoffbahnen und eben diese glotzenden Puppenköpfe, die offenbar als Perückenhalter dienen. Oder zur Abschreckung.

Ein paar Meter weiter geht die Sonne unter und taucht die eigentlich schneeweiße Oper in rosa Zuckerwatte. „Inspiriert von der norwegischen Natur.“ Die Architektur des 2008 erbauten Opernhauses erinnert von außen wirklich an einen Eisberg. Ecken, Kanten und Rillen geben dem Marmordach eine schöne Struktur, beim Erklimmen solltest du deine Füße im Blick haben wenn du nicht stürzen willst. Die Aussicht soll sich aber lohnen, freie Sicht in alle Richtungen!

Wegen meiner dicken Trommel (auf deutsch: fortgeschrittenen Schwangerschaft) war es für mich undenkbar da hoch zu spazieren. Die Aussicht ist von unten aber auch nicht schlecht, vor allem bei diesem unglaublichen Farbspektakel um dich herum.

Tipp: Für einen Blick hinter die Kulissen werden mehrmals täglich geführte Touren angeboten. Hier kannst du Tickets buchen: operaen.no.
Tipp 2:
Wenn du eh ganz viele Museen etc. besuchen willst, lohnt sich vielleicht der Oslo-City-Pass*, für diese Tour würdest du z. B. 20% Rabatt erhalten.

Oslo Oper Aussicht Fjord Tipps
Oslo Oper Aussicht Fjord Tipps

04. Der Geschmack von Oslo: Hot Dogs vom Kiosk essen

„Die hier habe ich gerade im Wald gesammelt, willst du davon auch was zu deiner Pølser med lomper?“ Ich nickte mit tropfendem Zahn und Erlend erzählte und wirbelte durch seine dampfende Küche, die sich in einem winzigen Kiosk verbarg.  „Wunderschön dieser Pilz, nicht wahr?“ Ehh, ja hübsch. So eine unglaubliche Begeisterung konnte ich nicht für Lebensmittel aufbringen, finde es aber toll wie sehr er es liebt.

In Norwegen sind Hot Dogs eine richtig große Sache. Gehört einfach dazu, so wie im Ruhrgebiet die CPM (Currywurst, Pommes, Majo) oder für den Schwaben der LKW (Leberkäsweckle).

Der Pølser med Lomper (Würstchen im Fladen) jedenfalls, ist derart beliebt, dass man ihn überall bekommt. Das Würstchen ist würziger als in Deutschland, das Brot ist eine Art Kartoffel-Fladenbrot. Das klassische Hot Dog Brötchen ist aber inzwischen auch fast überall erhältlich. Zwischen 5 € und 8 € haben wir immer bezahlt.

Es gibt sie zwar überall, aber wir wollen dir unbedingt den kleinen Syverkiosk von Erlend (Maridalsveien 45B, 0175 Oslo) ans Herz legen. Es gibt ihn schon seit 100 Jahren und wurde sozusagen vom Vater an den Sohn vererbt. Alle Zutaten sind hausgemacht und saisonale Zutaten aus der Region. Sitzgelegenheiten gibt es nicht, aber dafür jede Menge Geschichten und Tratsch. 

Tipp: Im Sommer gibt es ab und zu Mini-Konzerte auf dem Dach, schaut mal auf der Facebook-Seite vorbei.

05. Probier die (heilige) Waffel mit braunen Käse

„DAS schmeckt wie ein alter salziger Lederstrumpf, findest du nicht?“

Ja es schmeckt eigenartig. Ungewohnt. Aber ich überlegte, ob ich mehr brauchte. Ein bisschen süß, ein bisschen salzig, recht dünn und schön schlabbrig. Obendrauf trieft Marmelade, Schmand und brauner gummiartiger Käse. So isst man Waffeln in Oslo (oder sogar ganz Norwegen?). Es gibt aber auch viele andere Varianten: Mit Blauschimmelkäse, mit Würstchen oder einfach nur mit Puderzucker.

Oslo Vaffel Tipps Sehenswürdigkeiten

© Foto: Instagram haraldsvaffel

Eins musst du wissen. Norweger sind Waffel-Nerds. Man könnte meinen, Waffeln sind eine Art Kulturgut. Es gibt sie überall. Im Café, an der Tanke, im 5-Sterne-Restaurant. Überall halt. Die ausgefallenen Varianten bekommst du aber auf jeden Fall bei Haralds Vaffel (Olaf Ryes plass 3, 0552 Oslo).

Und nochmal kurz zurück zum braunen Käse! Der ist wirklich etwas eigenartig. Genau genommen ist das noch nicht mal ein Käse, sondern karamellisierter Milchzucker mit Milchfett 😀 Macht die Sache jetzt auch nicht besser, aber probieren solltest du ihn einfach mal.

06. Schöne Aussichten im Ekebergpark

„Also, sowas ekliges! So eine Sau ey!”

Ja genau, here we are! Die Geschichte vom Anfang. Was hat Ben wohl gesehen? Was war nur so widerlich das es ihm die Zehennägel aufrollte?

Erzähle ich gleich, erst einmal kommen wir zu den schönen Dingen:

Schönes Ding Nr 1: Der Ekebergpark ist kostenlos! Im Gegensatz zum bekannten Viggelandpark musst du hier keinen einzigen Euro belappen. Ich glaube sogar der Parkplatz war umsonst.

Schönes Ding Nr. 2: Du hast von hier aus eine Hammer Aussicht auf Oslo! Und auf den Fjord. Es gibt eine wunderbare Aussichtsterrasse mit Sitzgelegenheiten.

Schönes Ding Nr. 3: Der Ekebergpark ist nicht nur ein schöner Waldpark zum Spazieren, denn zwischen den Wiesen, Nadelbäumen und uralten Eichen verbergen sich Skulpturen. Schöne, häßliche, interessante und obszöne. Manche kann man sogar begehen. Manche machen gruselige Geräusche. Es gibt definitiv einiges zu entdecken in diesem Park.

Und so auch wir! Eine der Skulpturen war eine Mischung aus schlabbrigen Hoden, 3 Meter langem Penis und spinnenartigen Gliedern. Was auch immer die Künstlerin damit ausdrücken wollte, bei uns sorgte es für eine Mischung aus Belustigung (ja unser Humor ist sehr einfach 🙂 ) und angewidertes Gesichter verziehen.

Insgesamt finden sich derzeit 30 Skulpturen im Park von berühmten Künstlern, wie z. B.Louise Bourgeois, James Turrell, Dan Graham, Sarah Lucas, Damien Hirst und Roni Horn. Neben all der modernen Kunst kannst du hier auch Petroglyphen bewundern, dass ist eine Art Felsbild aus prähstorischen Zeiten.

Oslo Tipps Ekebergpark
Ekebergpark Haus im Wald Tipps

07. Wandern in der Nordmarka

Ich liebe die nordische Mythologie

Götter, Riesen, Trolle, übernatürliche Wesen. Ich l-i-e-b-e diese Geschichten! Nun würde ich euch gerne erzählen, wir hätten ebenjene Wesen getroffen, aber nein. Die Natur Norwegens beflügelte meine Fantasie in diesen Tagen aber derart, dass ich in wirklich in allem kleine Trolle erkannte: In Baumstämmen, Steine, Blättergebilde, Pilze. Vielleicht ist auch einfach etwas magisches in diesen Wäldern.

Rund um Oslo erstrecken sich riesige Waldlanschaften: die Nordmarka. Du kannst wandern, du kannst angeln, du kannst am See Sognsvann grillen, du kannst baden, du kannst zelten und unter den Sternen liegen. Kurzgesagt: einfach mal die Seele baumeln lassen.

Wie kommst du am besten dorthin?

Am einfachsten ist es, wenn du vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn Linie 1 fährst. Bis zur Haltestelle Frognerseteren braucht man knapp 20 Minuten und ist dann mittendrin: Im nordischen Feenland. Man wird aber höchstens einem Biber begegnen. Es gibt aber richtig viele Tiere hier: Füchse, Elche, Hirsche, Adler, Hasen. Wenn du die norwegische Natur intensiver erkunden willst und tatsächlich Tiere erspähen erblicken willst, können wir geführte Touren* ganz doll empfehlen. Durch das Wissen der Guides taucht man einfach viel tiefer ein und sieht alles mit ganz anderen Augen.

Tipp: In der Nordmarka gibt es Wanderhütten, in denen es sich übernachten lässt.

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08. Auf ein Bierchen! SALT


© Foto: Instagram Saltartmusic

Ich bereue es ein bisschen.

Diese Ecke von Oslo ist uns irgendwie entgangen. Aber es sieht so vielversprechend aus, dass wir dir davon berichten müssen. Es handelt sich um das Projekt SALT (Langkaia 1). Es ist eine eigene kleine Welt und verbindet die Liebe zur Kunst, Kultur und dem Meer. Jeden Tag gibt es iiirgendetwas interessantes zu erleben: Konzert, Comedy-Show, Variety, Vortrag. Und ganz nebenbei gibt es im SALT lecker Street Food und eine gigantische Saunaanlage. Natürlich ist hier auch die größte norwegische Sauna, in der gelegentlich auch ein DJ auflegt. 😀 Abends treffen sich die Osloer hier wohl gerne auf ein Bierchen – und dann geht die Post ab!

Foto-Tipp: Man hat von hier aus einen tollen Blick auf das Opernhaus gegenüber!

09. Günstig Essen in einer indischen Kantine

Der Löffel fliegt durch die Luft.

Hamjamjam! Er landet in meinem weit aufgerissenen Mund und ich schaufele die Köstlichkeit weiter in mich hinein.

Vor uns steht ein großes Blech voller kleiner Tellerchen: Reis, Gemüse, Hähnchenkeulen und eine Art Salat. Wir haben keine Ahnung von indischem Essen, was wir aber wissen: Lecker! Und richtig günstig für Norwegen. Gerade mal 59 NOK (damals ungefähr 7 €) für ein ganzes Mittagessen. In der indischen Kantine Punjab Tandoori (Grønland 24, 0188 Oslo) gibt es das schnelle, günstige und authentische Mittagessen.

Die Atmosphäre ist wuselig, fast ein bisschen wie auf einem Markt. Überall wird laut geredet, gelacht, gestopft. Ständig stehen Leute um den Tisch herum und warten, dass man doch endlich geht. Zum Verweilen ist das hier also nicht unbedingt der richtige Ort.

Indisches Essen in Oslo Tipps Sehenswürdigkeiten

Verkehr & Parken in Oslo

Mit dem Auto in Oslo
Das war eine der größten Herausforderungen für uns. Ehrlich ey, die Osloer haben einfach überall Zebrastreifen und rennen dann trotzdem kreuz und quer über die Straßen. Dann kommen aus allen Richtungen auch noch Radfahrer und die drölfzigtausend Ampeln spiegeln auf der regennassen Fahrbahn auch noch wie bekloppt. Huuuuiii, hier braucht man teilweise echt gute Nerven, aber es ist auch wirklich nur in der Innenstadt so anstrengend.

Parken in Oslo
Ist wie in allen Großstädten. Werktags (Montag bis Samstag) sind Parkplätze im Zentrum immer kostenpflichtig. Ausnahmen gibt es manchmal für Elektroautos, die dürfen auf E-Plätzen umsonst parken. Bezahlt wird fast überall per Parking-App. Es gibt verschiedene Apps, wir hatten damals EasyPark genutzt. Auf der Parkplatz-Beschilderung sind aber auch alle Bezahlmöglichkeiten aufgelistet.

Essen in Oslo

…. ist teuer, aber es ist nicht unmöglich sich gut und günstig durchzuschlemmen. Hier haben wir dir ja schon ein paar Tipps für günstiges Essen mitgegeben, wenn du es aber noooch günstiger brauchst geht nur eins!: Selber kochen. Norwegische Supermärkte sind jetzt auch nicht gerade für ihre billige Preispolitik aber vor allem gesunde, frische Lebensmittel sind nur ein wenig teurer als in Deutschland. Unser liebster Supermarkt: Rema 1000! Ist sowas wie Aldi und man bekommt echt alles dort. Mein Tipp: Der Humus der Eigenmarke schmeckt richtig gut.

Noch ein Foodie-Tipp: Mathallen
Wir mochten es dort nicht, aber den vielen guten Berichten nach zu urteilen haben wir dort einfach einen schlechten Tag erwischt: Die Mathallen (Vulkan 5, 0178 Oslo). Es handelt sich dabei um so etwas wie einen FoudCourt und nicht wirklich eine Markthalle wie wir uns das vorgestellt haben. Das Ambiente ist gehoben, die Auswahl ist abwechslungsreich: Asiatisch, italienisch, französisch… Insgesamt 30 lokale Restaurants bieten ihre Köstlichkeiten hier an hübschen Ständen an. Das Essen soll sehr gut sein, aber auch nicht ganz günstig.

Bezahlen in Oslo

Die Landeswährung in Norwegen sind norwegische Kronen (NOK). Wir hatten während unserer gesamten Reise durch Norwegen allerdings nie eine einzige Krone in der Hand. Wir haben einfach alles mit der Reisekreditkarte (Visa) bezahlt. Das ist hier auch das gängige Zahlungsmittel. Prüfe aber unbedingt vorher, ob der Auslandseinsatz deiner Kreditkarte bei einer Fremdwährung etwas kostet! Es ist natürlich auch Möglich an Bankautomaten (hier liebevoll „Minibank“ genannt) Bargeld abzuheben, aber auch hier entstehen je nach EC- oder Kredit-Karten-Anbieter kosten.

Fazit: Was macht Oslo denn jetzt aus?

Tipps Norwegen Wandern Fjord Aussicht

Okay, das Bild ist jetzt etwas irreführend. 🙂

Oslo ist zwar überraschend grün, aber so dolle dann auch wieder nicht. Man hat es aber auch nie sehr weit bis zum nächsten See, Wald oder Fjord. Die Stadt ist groß, sie ist klein, sie ist modern und altmodisch, sie ist kreativ und sie ist spießig. Ich könnte noch ein paar Dinge aufzählen, aber am Ende will ich nur eins damit sagen: Oslo ist das, was du daraus machst. Auch für eine Schwangere war das ein überraschend entspannter Städteurlaub und wenn wir das nächste Mal zu dritt wiederkommen werden wir wahrscheinlich ein ganz neues Oslo entdecken 🙂

Ach und nochmal zu den Fragen vom Anfang:

Leben alle in roten Holzhäuschen?
Also erstmal waren wir froh überhaupt welche in Oslo gefunden zu haben 😀 Es gibt sie aber: rote und gelbe Holzhäuschen! In Oslo selbst zwar nur sehr wenige, aber je ländlicher es wird umso mehr Holzhäuschen!

Essen alle Norweger Walfleisch?
Die wenigsten und wir haben auch ehrlich gesagt nirgends welches gefunden. Die meisten Norweger sehen den Walfang zudem sehr kritisch. Man bleibt hier lieber bei Waffeln 🙂

Fahren alle auf Skiern zur Arbeit?
Wir haben überraschen viele (Sommer)-Skifahrer gesehen. Die meisten waren aber auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs.

Sehen alle Norweger aus wie Wikinger?
Nicht alle, aber es ist auf jeden Fall ein Stil den wir öfter gesehen haben. Lange Zöpfe, Tattoos und Piercings vor allem bei Männern.

Gibt es hier mehr Elektroautos als Einwohner?
Wow, also gefühlt jedes zweite Auto ist hier elektrisch oder zumindest ein Hybrid! Unglaubliche 75% der Mobilität in Norwegen verzichten auf fossile Brennstoffe. Unser Eindruck in Oslo war aber, dass die meisten eher auf das Auto verzichten und den Arbeitsweg direkt als sportlichen Ausgleich nutzen. So toll und vorbildlich.

Reiseführer & Apps für Oslo

Marco Polo: Oslo*
Mit den Reiseführern von Marco Polo kann man nix falsch machen

Reise Know-How*
Unser liebster Verlag! Immer ganz tolle Tipps, Routen und Informationen.

Lieblingsorte: Oslo & Bergen*
Wunderschöne Reiseführerreihe! Tolle Insidertipps und so warmherzig geschrieben.

Nützliche Apps

Schöne Unterkünfte in Oslo

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Madlen

Immer auf der Suche nach schönen Flecken auf der Erde.

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