Reisen in der Schwangerschaft: Erfahrungen & Tipps

Reisen in der Schwangerschaft: Erfahrungen & Tipps

Reisen in der Schwangerschaft: Erfahrungen & Tipps 1920 1280 Madlen

Norwegen. 6:17 Uhr. Seit 4 Uhr bin ich nun wach und habe es inzwischen aufgegeben Schlaf zu finden. Ich sitze in der Küche auf grauen, gemütlichen Velours-Stühlen am Holzküchentisch. Das einzige Licht in diesem Moment: ein Gold-rosafarbener Sonnenaufgang, der gerade über die dunkelgrünen, norwegischen Nadelwälder lugt. Ich atme tief ein und kneife die Augen ganz fest zu und öffne sie direkt wieder, um den Moment besser wahrzunehmen. Es riecht nach Holz und Kohle, Tee und Brot, und ein bisschen Schlaf in unserer kleinen Hütte.

Ein sanftes Treten in meinem Bauch verkündet das Erwachen unseres Kleinen. Freudig schaue ich an mir herunter und muss die spitze Kugel direkt streicheln. Becken- und Rückenschmerzen sind sofort vergessen. Ich summe eine Fantasie-Lied, kreise weiter meine Hand über den Bauch und schaue mit geschlossenen Augen aus dem Fenster.

Und so sitze ich hier, erlebe den ersten Sonnenaufgang unserer Reise und knipse ihn deswegen wie wild mit Kamera UND dem Handy (halleluja). Da ich selbst um diese Uhrzeit schon unfassbaren Hunger habe, schaufele ich ganz nebenbei eine Schale mit Joghurt, Obst und Nüssen in mich hinein.

Der erste Sonnenaufgang in Norwegen, fast am Ende unserer Reise.

Ben schnarchte noch selig nebenan. So ganz alleine und in einer fast meditativen Stille war ich selten. Ich begriff, dass unsere Reise nun fast vorbei ist. Nur noch knapp drei Wochen lagen vor uns. Meine Gedanken wandern zu den ersten Tagen, die wir in Porto verbrachten. Das war vor 2,5 Monaten, aber in meiner Erinnerung hätte es auch ein Jahr sein können. Viele Dinge haben sich in dieser Zeit verändert. Wir. Das Reisen. Unsere Prioritäten.

Darum geht es hier

Wie es ist als Schwangere zu reisen, was sich alles verändert und wie es ist als Paar plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen zu stehen.

Jede Frau und ihre Schwangerschaft sind individuell, die folgenden Erfahrungen und daraus entstandene Tipps spiegeln nur mich und meine Ansichten wider. Es ist wie im Supermarkt, du kannst dir alles anschauen und es entweder einpacken oder stehen lassen. Viel Spaß beim Stöbern 🙂

Warum sind wir während der Schwangerschaft gereist?

Vielleicht fragst du dich, warum wir überhaupt auf die irrwitzige Idee gekommen sind während unserer Schwangerschaft zu reisen? Inzwischen glauben wir, es sollte wohl so sein, denn geplant war alles ganz anders. Ursprünglich hatten wir eine längere Reise nach Überallhin geplant. Aber dann passierte es eben. Das kleine Wunder in meinem Bauch.

Es wirbelte unser Leben gehörig durcheinander. Wir mussten uns viele Fragen beantworten, einige Tränen vergießen  und große Entscheidungen treffen. Aber all das war es wert.

Hier kannst du die ganze Geschichte nochmal nachlesen: Wir gehen auf Weltreise – Ach ne, doch nicht?

Die Eckdaten unserer Reise

5. - 8. Monat

Schwangerschaft

3 Monate

Dauer der Reise

5 Länder

bereist

Flugzeug, Auto, Schiff

Transport

Im 6. Monat auf Madeira

Schwanger reisen: Vorstellung vs. Realität

Zelten im 5. Monat? Kein Problem! Schließlich haben wir ja super bequeme Matratzen und so.
Ständig im Auto sitzen? Hä das war noch nie ein Problem?
Wandern? Wir laufen eben nur einfache Strecken, davon gibt es doch genug!
Bierchen im Sonnenuntergang? Fällt eben aus. Gibt ja auch lecker Limo oder alkoholfreies Bier!

Ich war überzeugt davon das es so, wie immer wird. Nur eben mit Bauch. Hier und da müssen wir auf ein paar Dinge verzichten, klar. Aber so anders kann es ja nicht sein. Das Wichtigste war, dass drei Monate vollkommen unabhängig, sorglos und glücklich all das machen konnten, worauf wir gerade Lust hatten. Ein Leben ohne stressige Deadlines, nervige Zahnarzttermine und jeden Tag dasselbe sehen und machen.

Ein schönes Leben eben.

Manches ändert sich eben doch

An viele Dinge mussten wir uns erst gewöhnen. Es gab Tage, an denen ich nur schlafen wollte. Tage, an denen ich nach 100 Metern spazieren keine Puste mehr hatte. Tage, an denen ich grundlos schlecht gelaunt war.

Seele und Körper mussten erst noch in das bevorstehende Leben hineinwachsen (und tun es immer noch).

Für uns als Paar gab es reichlich Situationen, die neu und nicht ganz einfach waren. Wir mussten uns eben erst ein bisschen eingrooven.

Erfahrungen & Tipps

Städtereise oder Roadtrip?

Eine Frage des Kontrasts?

Diese Frage stellt sich vielleicht nur, wenn deine geplante Reise nicht genügend Zeit zulässt, um sowieso beides zu machen. Wir haben während unserer 3-monatigen Reise ein paar Hauptstädte besucht und waren gemischter Gefühle, denn vieles was vor der Schwangerschaft ging, war jetzt nicht mehr drin. Die meiste Zeit verbrachten wir in der Natur und genossen lieber Ruhe und wunderschöne Orte für uns allein. Letztendlich war es aber auch die Abwechslung zwischen beiden Aspekten, die uns gefallen hat.

Städtereisen während der Schwangerschaft

Viele Menschen, fremde Gerüche, laute Musik. Städtereisen können für eine Schwangere schnell stressig werden. So ging es mir zumindest. Touristische Orte wurden mir schnell zu viel. Nicht nur die vielen Menschen, oft gab es kaum Sitzgelegenheiten und Schatten, geschweige denn günstiges Essen für meinen großen Schwangerschaftsappetit.

Wir machten also, wenn überhaupt, nur kurze Stadttouren und mieden grundsätzlich bekannte Touristenattraktionen. Stattdessen liehen wir uns Fahrräder, machten eine Sightseeing-Tour per Bus oder mit unserem Leihwagen. In Porto hat uns diese Vermeidungstaktik eine ganz andere Seite der Stadt gezeigt, die wir so nie entdeckt hätten.

Lesetipp: Porto Sehenswürdigkeiten: 8 Tipps abseits der Trampelpfade

Tipps für Städtereisen in der Schwangerschaft

  • Vermeide die großen Sehenswürdigkeiten. Langes anstehen oder laufen kann den Kreislauf sehr belasten.
  • Eine individuelle Stadtbesichtigung per Fahrrad oder Bus ist viel entspannter und schont den Körper.
  • Meide zu hektische Orte, ein Spaziergang abseits der Touristenpfade ist in jedem Fall wohltuender und lohnt sich auch.
  • Schütze dich auch in Städten vor der Sonne (am besten mit einem Sonnenhut)! Während einer Schwangerschaft bekommt man viel schneller einen Sonnenstich.
  • Hab genug Wasser und Snacks dabei! Bananen, Äpfel und Müsliriegel geben schnell Energie, falls du schlapp wirst.

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Erholsame Natur: Roadtrips

Für uns hat sich diese Art zu Reisen schnell als perfekt herausgestellt. Viel Natur, wenig Menschen, zwischendrin einige Abenteuer. Unsere Reiseziele wählten wir so, dass wir möglichst viel vom Auto aus entdecken konnten. Oft fuhren wir also einfach drauf los und ließen uns überraschen.

Viele spektakuläre Ausblicke, bunte Dörfer, dramatische Steilküsten und Sepiafarbene Sonnenuntergänge haben wir so entdeckt. Wenn ich keine Power mehr hatte (war vor allem im 2. Trimester so) konnte ich im Auto eine Runde schlafen und Ben erkundete die Gegend manchmal allein. Oder er fuhr, während ich schlief.

Manchmal war es aber auch anstrengend. Das ganze Sitzen. Aber dann machten wir einfach Pausen, einen kleinen Spaziergang und dann konnte es weitergehen. Ein Nackenkissen und Stützstrümpfe sind übrigens super für lange Autofahrten.

Tipps für Roadtrips in der Schwangerschaft

  • Wähle ein Land, wo du viel vom Auto aus entdecken kannst.
  • Ziehe unbedingt Stützstrümpfe während der Fahrt an. Das ist nicht nur gesünder, sondern fühlt sich eigentlich auch ganz gut an.
  • Mach es dir gemütlich im Auto: Kissen, Decke, Snacks und Getränke in Reichweite. Für dich und den Fahrer.
  • Wenn du müde bist, schlaf! Es bringt nichts sich wach halten zu wollen, du verpasst schon nichts.
  • Macht öfter mal eine Pause und vertritt dir die Beine.
  • Alternativ: Zehen auf den Boden und Fersen nach oben drücken, dass regt die Durchblutung an.
  • Wenn du ganz sicher gehen möchtest, dann besorg dir einen Sicherheitsgurt für Schwangere*. Er schützt nicht nur dein Baby im Falle eines Unfalls, es ist zudem auch grundsätzlich angenehmer wenn der normale Gurt nicht am Bauch spannt.
Erfahrungen & Tipps

Auto, Zug, Flugzeug oder Schiff?

Wie am besten Reisen?

Das kann man so pauschal gar nicht beantworten. Die perfekte Reiseform gibt es nicht. Letztendlich ist es ja auch eine Frage deiner finanziellen Möglichkeiten, deiner Lieblings-Reiseziele, wie viel Zeit du hast und wie wichtig dir dein ökologischer Fußabdruck ist.

Wir wollten erst mit dem Auto reisen, dann mit Wohnwagen und Auto. Am Ende sind wir dann per Flugzeug, Auto und Schiff gereist.

Flugreisen

Buchung & Checkin

Bei den meisten Airlines kann man bis zur 36. Woche mitfliegen, einige wenige haben jedoch eine weitaus niedrige Toleranzschwelle. Schau auf jeden Fall vor der Buchung auf der Webseite der Airline nach. Wir hatten diesbezüglich keine wirklichen Probleme. Beim Checkin wurde ich meist gefragt, in welcher Woche ich bin. Daraufhin telefonierte das Bodenpersonal kurz um sich rückzuversichern. Das wars dann meist auch schon.

In der Luft

Plätze an Notausgängen wären zwar super komfortabel für Schwangere, aber leider darf man dort nicht sitzen. Da man sich an diesen Plätzen zur Hilfe im Notfall verpflichtet, ist man im Ernstfall keine große Hilfe und wird (auch bei bezahlter Sitzplatzbuchung) woanders hingesetzt. Besser ist ein Platz am Gang, dann kannst du deine Beine zumindest ein bisschen ausstrecken. Nah an der Toilette zu sitzen, schadet auch nicht.

Hab auch genug Snacks und Getränke dabei, im Flieger ist es bekanntlich teuer und wenig gesund. Ich habe mir immer Äpfel, Bananen und belegte Brote mitgenommen.

Autoreisen

Lange Autofahrten waren für mich meist kein Problem. Wir mussten nur genug Pausen machen. Ich brauchte spätestens nach zwei Stunden eine, um mir die Beine zu vertreten und mich ausgiebig zu strecken. Sonst bekam ich nervöse Beine, leichte Schmerzen in den Waden und im Rücken.

Etwas problematisch war hingegen der Sicherheitsgurt. Oft zog sich der untere Teil nach oben, sodass er über meinem Bauch lag. Es ist wichtig, dass der Gurt immer unter deinem Bauch liegt, da er sonst im Falle eines Unfalls dein Baby einquetschen könnte. Nach der Reise habe ich erst gesehen, dass es spezielle Schwangerschaftsgurte* gibt. Wenn du viel mit Auto unterwegs bist, lohnt sich das Teil bestimmt.

Schiffsreisen

Mit der Fähre

Wir haben nur eine kurze 12-stündige Nacht-Überfahrt mit einer Fähre gemacht und haben gelernt: Das ist gar nix für uns 😀 Eine leichte Übelkeit überkam uns beide, sobald das Schiff ablegte. Die konnten wir auch nur mildern, indem wir uns direkt ins Bett legten und auf den Morgen warteten. Sei dir also besser sicher, dass du damit keine Probleme hast. 🙂

Mit einem Kreuzfahrtschiff

Auf einem so großen Schiff wirst du wahrscheinlich nichts vom Wellengang merken, Seekrankheit wird hier also keine große Rolle spielen. Aber eine ganz andere Sache ist zu beachten: Keine Reederei nimmt dich ab der 24. Schwangerschaftswoche mehr mit.  

Zugreisen

Haben wir leider gar nicht gemacht, obwohl es ursprünglich geplant war von Portugal nach Spanien per Zug zu reisen. Was hat uns davon abgehalten? Die recht hohen Kosten und die komplizierten Anbindungen. Das Verkehrsnetz ist in Europa zwar gut, aber man sollte als Zugreisender lieber mit leichtem Gepäck unterwegs sein. Wir waren völlig überladen und hatten so viel zu schleppen, dass wir uns letztendlich doch dagegen entschieden.

Grundsätzlich ist eine Zugreise sicher eine der schönsten Arten zu reisen (wenn man es richtig angeht :D). Du hast viel Platz, kannst im Zug herumlaufen und die vorbeiziehende Landschaft genießen. Wir haben bisher erst eine Zugreise nach Salzburg unternommen, waren aber direkt Fans.

Erfahrungen & Tipps

Kleine Abenteuer für die Schwangerschaft.

Für Aktive während der Schwangerschaft

Alpines Wandern, Paragleiten, Canyoning oder eine Runde Jetski fahren? Ein kleines Abenteuer gehört für uns zu jeder Reise dazu. Mit einem kleinen Baby im Bauch sah die Sache etwas anders aus. Die „ausgefallenen“ Abenteuer müssen jetzt erst einmal warten, aber das heißt nicht das da gar nichts mehr geht!

Leichte Wanderungen in der Schwangerschaft

Wandern ist ein fester Bestandteil unserer Reisen. Umso schmerzlicher war es für mich, zu merken, dass ich bereits zu Beginn unserer 3-monatigen Reise (ich war im 5. Monat) kaum Energie hatte um einfache Wanderungen zu meistern. Nur mit sehr vielen Pausen, sehr vielen Snacks und unendlich viel Wasser ging es. Nach ein paar Versuchen lernte ich, dass ich viel mehr auf meinen Körper hören muss. Wie liegt der Kleine heute? Wie viel Energie nimmt sich mein Körper heute fürs „Baby bauen“? Manchmal hatte ich in einem Moment viel Energie und wollte Berge besteigen und keine zwei Minuten später hätte ich am liebsten geschlafen.

Aber: Es gibt viele Schwangere die ausgedehnte Wanderungen machen können, denen es sogar sehr guttut sich ausgiebig zu bewegen. Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen. Ich würde immer raten es einfach zu probieren, aber ohne große Ansprüche alles schaffen zu wollen. Wenn es nicht mehr geht, dann ist es so. Dass es deinem Baby gut geht, ist am Ende das Wichtigste.

Tipps zum Wandern

  • Nimm dir nicht zu viel vor, fange mit einfachen Wanderungen an und steigere dich langsam. In der Wander-App Komoot kannst du z. B. extra einen Filter für „leichte Wanderung“ setzen.
  • Wanderungen über 2000 Meter solltest du besser nicht machen, in dieser Höhe kann es viel zu anstrengend werden.
  • Höre auf deinen Körper. Wenn du dich nicht wohlfühlst, dann lass es auf jeden Fall sein.
  • Vermeide große Hitze und zu viel Sonne! Als Schwangere bekommt man viel schneller einen Sonnenstich oder Kreislaufprobleme. Schütze dich indem du einen Sonnenhut trägst und dich vor allem im Schatten aufhältst. Alternativ: Wie wäre es denn vielleicht mit einer (geführten) Nachtwanderung?
  • Nimm genug Snacks mit. Bananen, Äpfel, Nüsse sind ideale Energielieferanten für zwischendurch.
  • Viel Wasser mitnehmen und auch trinken. 3 L pro Tag solltest du mindestens trinken, bei größer Wärme (und Anstrengung) gerne auch mehr.
  • Geh auf jede Toilette unterwegs. Als Schwangere in den Wald pieseln ist schwierig 😀 Gleichgewicht und Bauchumfang machen es einem nicht gerade leicht.
  • Nutze Hilfsmittel. Z. B. können Wanderstöcke eine große Unterstützung bei Auf- und Abstiegen sein, auch wenn man nicht schwanger ist.

Bootsausflüge, Kanutouren und Schwimmen als Schwangere

Egal ob auf einem See, einem Fluss oder im Meer. Wasser ist für Schwangere ein tolles Element. Es kühlt, es lässt dich wieder leicht fühlen und es gibt die unterschiedlichsten Aktivitäten.

Bootsausflüge

Gemütlich an der Küste oder durch ein Fjord schippern ist die perfekte Art etwas vom Reiseland zu sehen, ohne sich groß anzustrengen. Solche Touren werden ja auch fast überall angeboten wo Wasser in der Nähe ist. Ich habe solche Ausflüge immer sehr genossen. Auf Madeira haben wir an einer Whale-Watching-Tour teilgenommen, wobei es dort etwas schwierig war einen Anbieter zu finden der nicht mit einem Speedboot rausfährt. Das ist nicht nur für die Tiere schlecht, auch für Schwangere birgt eine holprige Bootsfahrt ein unschönes Erlebnis zu werden. Dein Baby wird ordentlich durchgeschüttelt, was im allerschlimmsten Fall sogar verfrühte Wehen auslösen kann.

Schwimmen und Schnorcheln

Beides super in der Schwangerschaft! In Portugal haben wir immer in eiskalten Flüssen gebadet, ich habe es sehr genossen mich mal wieder richtig leicht und beweglich zu fühlen. Schwimmen gilt als eine der besten Sportarten während der Schwangerschaft, es hält dich beweglich, ohne anstrengend zu sein.

Beim Schnorcheln solltest du lediglich darauf achten nicht zu tief zu tauchen, sondern lieber gemütlich an der Oberfläche zu treiben. Vom Tauchen (also mit Tauchanzug und so) wird hingegen streng abgeraten.

Schütze dich auf jeden Fall gut vor der Sonne, Sonnenstich und Pigmenteinlagerungen passieren schnell in der Schwangerschaft. Also besser im Schatten bleiben, gut eincremen oder ein dünnes Tuch umlegen.

Achtung: Gegen Ende der Schwangerschaft solltest du besser nicht in chlorhaltigem Wasser baden, da es zu Infektionen führen kann. Auch vor Quallen solltest du dich in Acht nehmen.

Kanufahren

Auch eine sehr gute Art die Gegend zu erkunden! Es geht zwar schon etwas in die Arme, aber du sitzt ja nicht allein im Kanu. Mache auf jeden Fall genug Pausen, genieße die Landschaft und lass deinen Kanupartner etwas mehr arbeiten. Achte beim Paddeln auch darauf, nicht mit dem gesamten Oberkörper zu arbeiten, sondern nur mit dem oberen Bereich. Dein Bauch sollte ruhig bleiben, um dein Baby zu schützen.

Tipps für Aktivitäten auf dem Wasser

  • Schwimmen ist ein sehr guter Sport für deinen schwangeren Körper, nicht zu anstrengend und man fühlt sich mal wieder richtig leicht.
  • Meiden: Wassersport, der sehr holprig ist, wie z. B. Jetski, Bananaboat oder eine Fahrt mit einem Speedboat. Die „Schläge“ durch das aufsetzen auf die Wellen können im schlimmsten Fall frühzeitige Wehen verursachen.
  • Schütze dich vor der Sonne (am besten mit einem Sonnenhut und Sonnencreme). Während der Schwangerschaft bekommst du viel schneller einen Sonnenstich.
Erfahrungen & Tipps

Essen & Trinken

Für Selbstversorger: Die richtigen Lebensmittel finden

Man geht in den Supermarkt oder auf einen Markt und kauft einfach, was man will! Oder?

Viel Obst und Gemüse, Fisch, mageres Fleisch und natürlich Milchprodukte stehen ganz weit oben auf deinem Speiseplan. Allerdings ist es in einigen Ländern nicht ganz so einfach an gute Produkte zu kommen. Vor allem bei Milch- und Fleischprodukten standen wir manchmal ewig lang im Supermarkt und versuchten die Inhaltsstoffe oder Herstellungsart zu übersetzen. Das wurde manchmal wirklich nervig, in Portugal z. B. werden Joghurt, Quark und Käse (scheinbar) oft aus Rohmilch hergestellt – für Schwangere ein No-Go.

Bei Obst und Gemüse mussten wir ebenfalls etwas aufpassen. In Spanien und Portugal wird alles stark mit Pestiziden behandelt. Da hilft nur sehr gründliches abwaschen oder schälen.

Im Restaurant: Erkundige dich genau nach den Zutaten

Paella mit ganzen Krebsbeinchen und riesigen Garnelen, Würste die aus fünf verschiedenen Tieren bestehen… Früher hab ich mich gern durch die regionalen Spezialitäten probiert, egal was es war. Aber nun, in der Schwangerschaft, war ich damit deutlich zurückhaltender. Nur Gerichte, von denen wir wussten was drin ist, bestellten wir. Entweder wussten wir schon genau was wir wollten, oder wir wiesen den Kellner auf die Schwangerschaft hin und ließen uns „beraten“ was denn genau in den Gerichten enthalten ist. Dabei muss es gar nicht langweilig werden: Auf Madeira gab es für mich gegrillten Degenfisch mit Banane und Napfschnecken 😀

Bei Desserts muss man ziemlich aufpassen, da oft rohes Ei enthalten ist (z. B. in Tiramisu).

Achtung beim Leitungswasser!

Es gibt wenige Länder, in denen das Leitungswasser bedenkenlos getrunken werden kann – sogar in Europa. Wahrer Luxus, den man erst zu schätzen weiß, wenn man plötzlich 2 € pro Liter bezahlen muss.

In vielen Ländern gilt das Wasser zwar als trinkbar, riecht dann aber extrem nach Chlor. Sowas geht einfach auch nicht als Schwangere. Oft waren wir unsicher, ob wir das Leitungswasser überhaupt zum Kochen nehmen können. Wir sind auf Nummer sicher gegangen und haben lieber Wasser in großen 5 Liter-Kanistern gekauft.

Auch auf Eiswürfel in Getränken solltest du verzichten, da diese meistens aus Leitungswasser hergestellt werden.

Wenn das Leitungswasser in Ordnung ist, z.B. in Norwegen, solltest du immer eine Trinkflasche dabei haben, um deine Vorräte aufzufüllen. Wir haben uns unterwegs bei Decathlon leichte Alu-Trinkflaschen* besorgt und nutzen sie auch zu Hause weiterhin.

Tipps für gesunde Ernährung auf Reisen

  • Obst & Gemüse immer gründlich abwaschen oder wenn möglich schälen.
  • Kein vorgeschnittenes Obst kaufen, lieber selbst schälen und schneiden.
  • Informiere die Kellner im Lokal über deine Schwangerschaft und ggf. über weitere Allergien oder Unverträglichkeiten. Weise darauf hin, dass keine rohen tierische Produkte im Menü landen dürfen.
  • Im Supermarkt: Achte immer darauf, Milchprodukte aus pasteurisierter Milch zu kaufen. Vor allem Spanien und Portugal verarbeiten viel Rohmilch, welche du nicht verzehren darfst.
  • Informiere dich über die Wasserqualität vor Ort. Wenn du unsicher bist, kaufe lieber abgepacktes stilles Wasser in großen Kanistern (ist günstiger und weniger Plastik). Vor allem in südlichen Ländern ist Leistungswasser  nur selten genießbar.
  • Vermeide Getränke mit Eiswürfeln, da diese meist aus Leitungswasser hergestellt sind.
  • Hab immer genug Snacks und Wasser dabei! Ich habe mir immer eine Tupperdose mit geschnittenem Gemüse vorbereitet und zusätzlich Bananen und Äpfel eingepackt.
Erfahrungen & Tipps

Die richtigen Unterkünfte als Schwangere.

Auf die Bequemlichkeit kommt es an

Unser Plan zu Beginn der Reise: Zelten! So lange wie es nur geht. Ist nicht nur billiger, sondern auch viel abenteuerlicher. Das Rascheln der Blätter, das Zirpen der Grillen und früh morgens mit dem ersten Zwitschern der Vögel erwachen. Aber wie das so ist mit Plänen. Manchmal macht man sie nur, um sie wieder zu verwerfen. Wir haben am Ende keine zehn Nächte im Zelt verbracht.

Unser Zeltabenteuer brachen wir letztendlich ab, da mir alles etwas zu unbequem wurde. Nicht nur das Nachtlager, auch die manchmal weiten Entfernungen zu Sanitäranlagen und zu aufdringliche Insekten.

Zelten in der Schwangerschaft?

Hängematte am Fluß
Reisen per Zelt: Kann auf Dauer anstrengend werden

Grundsätzlich kann man als Schwangere problemlos zelten, aber wie alles im Leben hat es seine Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Viel Sonne, frische Luft und Natur.
  • Du kannst an den schönsten Orten wohnen.
  • Du bewegst dich automatisch viel mehr! Eine fitte Schwangere wird wahrscheinlich eine einfachere Geburt haben.
  • Es ist einfach total romantisch.

Nachteile

  • Teilweise weite Wege zu Toilette und Dusche.
  • Kochen kann manchmal kompliziert und die Auswahl der Gerichte sehr eintönig werden.
  • Aufdringliche Insekten können dir schnell den letzten Nerv rauben.
  • Auf einer Luftmatratze zu schlafen kann während der Schwangerschaft schnell zu Rückenschmerzen führen.

Unser Fazit

So sehr wir zelten lieben, aber bei der nächsten schwangeren Reise würden wir lieber mit einem Camper losfahren, die perfekte Verbindung aus Natur, Freiheit und Komfort. Ich hatte vom ersten Tag an Probleme mit dem Schlafen. Zwar hatten wir wirklich gute Luftmatratzen dabei, aber oft bin ich nachts aufgewacht und lag daneben auf dem kalten Boden. Oder ich bekam Hüftschmerzen, weil ich versucht habe immer auf der Seite zu liegen.

Unterkünfte: Das war plötzlich wichtig

Nachdem wir das Zelten abgebrochen hatten, buchten wir immer ganze Unterkünfte. Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer. Ein richtiges Heim, wo wir auch meist etwas länger blieben, anstatt alle 2-3 Tage weiterzureisen. So nutzten wir unsere Unterkunft als Ausgangspunkt für Ausflüge. Auf ein paar Dinge haben wir vor der Buchung geachtet:

Ein Pool! Bei einigen Unterkünften konnten wir unser Glück kaum fassen.

Lage: Nicht direkt im Zentrum einer Stadt, aber auch nicht zu abgelegen. Für den Fall, dass es doch mal notwendig werden sollte, schnell zu einem Arzt zu gelangen, wollten wir nicht länger als eine halbe Stunde fahren müssen.

Rückzugsort: Gemütlich, geräumig und für längere Aufenthalte geeignet. An manchen Tagen war ich so erschöpft, dass wir auch gerne mal zu Hause blieben. Ein gemütliches Bett, ein schöner Balkon oder sogar ein Garten ist Gold wert.

Ein großes Bett und viele Kissen: Fast das wichtigste für eine Schwangere 😀 Ein bequemes Bett erleichtert den Schlaf und wenn du das Glück hast auch noch viele Kissen zu haben, kannst du dir diese schön zwischen die Beine und als Stütze zwischen die Arme klemmen. Also vorausgesetzt du schläfst seitlich.

Sauberkeit: Beschrieben andere Gäste die Unterkunft als blitzeblank? Kommentare haben wir nach solchen Aussagen gescannt, denn wenn sowas erwähnt wird ist es mit Sicherheit sauber. Einmal hatten wir richtiges Pech was das angeht und sind mehr oder weniger getürmt und haben uns schnell was anderes gesucht.

Arbeitsplatz + Wlan: Wenn wir mal zu Hause blieben, wollten wir die Zeit nutzen, um ein bisschen zu arbeiten. Dafür suchten wir gezielt nach Unterkünften mit einem Tisch, an dem man auch zu Zweit gut sitzen und arbeiten kann.

Bonus Badewanne: Gibt es eigentlich was besseres als eine Runde Baden? Wenn man uns fragt, fast nichts 🙂 Vor allem bei Rückenschmerzen ist die Wärme wohltuend. Und so waren wir recht froh, wenn wir eine schöne Unterkunft mit Wanne fanden.

Wo haben wir unsere Unterkünfte gefunden?

Airbnb! Dabei haben wir meist eine gesamte Unterkunft bewohnt, manchmal aber auch nur ein Zimmer. Je nachdem, ob wir nur auf der Durchreise waren oder eine Basis (oder „Adlernest“, wie Ben zu sagen pflegt 😀 ) brauchten. Gebucht haben wir ganz oft erst einen Abend vorher, da wir recht spontan die Richtung unserer Reise entschieden haben. Ganz stressfrei war das aber nicht, denn viel Auswahl hat man oft nicht mehr, wenn man SO kurzfristig bucht. ABER! Ganz oft konnten wir dadurch richtige Schnäppchen machen, weil die Airbnb-Hosts ordentlich Rabatt auf leerstehende Wohnungen/Zimmer geben. So haben wir auf Madeira z. B. für ein ganzes Haus mit Garten und Pool nur 25 € pro Nacht bezahlt.

Tipp: Wenn du noch nicht bei Airbnb angemeldet bist, kannst du dich über diesen Link registrieren. Du bekommst dann sofort 34 € Startguthaben von uns geschenkt!

(Spar-) Tipps

  • Finde heraus was dir wichtig ist (Lage, Komfort etc.) und suche gezielt nach entsprechenden Unterkünften.
  • Als „Last-Minute-Bucher“ bekommst du mit etwas Glück bei Airbnb tolle Unterkünfte für kleines Geld.
  • Ab einer gewissen Wohndauer gewähren einige Airbnb-Hosts ebenfalls tolle Rabatte!
  • Auch bei Booking.com* erhältst du Rabatte, wenn du innerhalb der letzten 2 Jahre 2 Buchungen abgeschlossen hast. Dann kannst du dich im Genius-Programm anmelden und erhältst immer 10% Rabatt auf jede Buchung und manchmal sogar ein kleines Zimmer-Upgrade.
Erfahrungen & Tipps

Ärztliche Versorgung auf Reisen.

Keine Angst – Ärzte gibt es überall

Ein wichtiges Thema, welches mir am Anfang riesiges Kopfzerbrechen bereitet hat. „Wo gehe ich den bloß zum Arzt?“, „Was machen wir, wenn es Komplikationen gibt und wir irgendwo im Nirgendwo sind?“, “Gibt es irgendwelche Krankheiten vor denen ich mich schützen muss?“. Diese Ängste führten dazu, dass wir eine Reise nach Asien oder Afrika ausschlossen, denn Malaria, Dengue und Gelbfieber treten auf diesen Kontinenten immer mal wieder auf und sind für Schwangere eine große Gefahr.

Daher blieben wir in Europa. Es war sehr leicht sich gut versorgt zu fühlen. Alles war super easy, aber auch nur, weil ich eine sehr unkomplizierte Schwangerschaft habe und keinerlei Probleme auftraten. Während unserer Reise war ich nur ein Mal beim Frauenarzt.

(Frauen-) Arztbesuche im Ausland

Grundsätzlich kannst du überall auf der Welt zu einem Arzt gehen. Die Praxen und Krankenhäuser sind vielleicht nicht so schick wie in Deutschland, aber die Versorgung ist die gleiche. Einen Ultraschall, Blut- und Urinuntersuchung kannst du überall problemlos machen. Wir haben immer unsere AirBnB-Host gefragt welchen Arzt sie empfehlen können, aber über Google findest du natürlich auch genug Ärzte. Vor allem in touristischen Orten gibt es sogar manchmal deutsche Ärzte.

Wer zahlt das?

In Europa werden die Kosten i. d. R. von allen Krankenkassen übernommen. Erkundige dich aber dennoch unbedingt vorher bei deiner Versicherung, manchmal werden nur bestimmte Behandlungen übernommen. Röntgenbilder musst du meines Wissens nach immer selbst bezahlen, das ist aber auch im Ausland nicht sehr teuer (20 – 50 €).

Für den Rest der Welt benötigst du eine Auslandsreiseversicherung. Wir hatten keine Krankenversicherung mehr in Deutschland, daher mussten wir auch eine Auslandsreiseversicherung für Europa abschließen. Wir entschieden uns für STA Travel Auslandskrankenversicherung*. Unsere Routine-Untersuchung beim Frauenarzt auf Teneriffa wurde anstandslos bezahlt. Immerhin 170 € die wir für andere schöne Dinge ausgeben konnten.

Vorsicht: Medikamente als Schwangere

Apotheken gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt. Du solltest nur aufpassen, was du an Medikamenten zu dir nimmst, als Schwangere ist vieles nicht geeignet. Auf der Seite www.embryotox.de findest du Information zu Unverträglichkeiten und Alternativen. Du kannst dort auch ganz unkompliziert anrufen und dich beraten lassen.

Tipps für deine Gesundheit auf Reisen

  • Besprich deine Reisewünsche vorher mit deiner Frauenärztin, sie wird dich bei deinem Ziel unterstützen und dir viele hilfreiche Tipps geben.
  • Für eventuelle Arztbesuche solltest du deinen Mutterpass und Impfausweis immer dabei haben.
  • Überprüfe deinen Impfstatus vor der Reise. Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hepatitis A und B können auch während der Schwangerschaft aufgefrischt werden. Lebendimpfungen (z. B. Masern, Mumps, Röteln und Windpocken) sind hingegen nicht möglich.
  • Eine Reise in ein Malaria-Gebiet solltest du dir vorher sehr gut überlegen, da diese Erkrankung bei Schwangeren zu Früh- und Totgeburten führen kann.
  • Beim Thema Zika solltest du deine Ärztin/ deinen Arzt befragen, es kursieren im Netz leider viele verschiedene Aussagen.
  • Schließe vor der Reise eine zusätzliche Auslandsreiseversicherung ab, diese deckt dann auch Notfälle (z. B. bei Komplikationen, frühzeitige Wehen, Geburt etc. ab).
  • Vorsicht bei Medikamenten! Die meisten sind nicht geeignet für Schwangere und können Komplikationen auslösen. Auf  www.embryotox.de findest du viele Informationen und auch Beratung.
Erfahrungen & Tipps

Körper & Seele während der Schwangerschaft.

Ich und die Hormone.

Ich weiß nicht, ob es allen Schwangeren so geht, aber ich hatte so meine Tage.
Manchmal, da hätte ich am liebsten einfach losgeheult. Weil die Jeans nicht mehr passte, wenn ich auf der Menükarte nichts fand, was mir zusagte oder Ben einen nicht ernst gemeinten Witz machte. Diese Tage waren nicht einfach – für uns Beide 😀

Wenn nichts mehr passt

Umstandskleidung: Kleider passen einfach die ganze Zeit am besten.

Die Jeans passt nur noch bis zum Knie, die Shorts, die vor der Reise noch viel zu groß waren, schließen selbst mit Gewalt nicht mehr, T-Shirts sind plötzlich bauchfrei. Meistens betrachtete ich meine körperliche Veränderung mit Freude. Schwangere nehmen halt zu, hat ja alles einen Sinn. Aber dann gab es eben diese Tage, an denen ich mich fragte, ob meine Dellen an den Beinen je wieder verschwinden werden, ob ich je wieder in eine 38 passen würde und ob ich meine Füße jemals wieder in meine alten Schuhe hineinbekommen würden. Nicht nur, dass man sich unattraktiv fühlt, man muss auch noch ständig neue Kleidung kaufen.

Und das ist gar nicht so einfach, wenn man einfach keine Ahnung hat, wo es denn im jeweiligen Land überhaupt etwas zum Anziehen geben könnte. Daher das Allerwichtigste für deine Reise: Nimm ausreichend schwangerengerechte Kleidung mit, ob Umstandsmode oder Klamotten die stretchy oder sehr locker geschnitten sind. Unterwegs etwas passendes zu finden, kann echt Nerven kosten. Die Zeit ist viel zu schade, um sie mit der Suche danach zu verschwenden.

Tipps

  • Körperliche Veränderungen sind normal, dein Körper vollbringt ein Wunder – sei stolz auf dich und deinen Körper.
  • Wenn der Frust zu groß wurde, haben mir Entspannungsübungen geholfen. Meditation und Affirmationen, meine Lieblinge findest du weiter unten bei den App, Literatur & Link-Empfehlungen.
  • Vermeide anstrengende Shoppingtouren auf Reisen, wenn es geht: Nimm genug weite Kleidung/Umstandsmode von zu Hause mit, die dir auch mit einem dicken Bauch und ein paar Kilos mehr, noch passen.
  • Wenn die Jeans nicht mehr passt: Ein Haargummi mit einer Schlaufe am Knopfloch befestigen und das andere Ende am Knopf befestigen. Zumindest bei kleinen Bäuchen funktioniert das eine Weile 🙂
  • Neue Umstandsmode, die gut aussieht und nicht all zu teuer ist, habe ich nur bei H&M gefunden. Online ist das Sortiment sogar noch größer als im Geschäft.
  • Tolle gebrauchte Umstandsmode findest du z. B. auf Mamikreisel.de

Wenn alles nur noch schmerzt.

Während der Schwangerschaft bin ich glücklicherweise von den schlimmsten Dingen verschont geblieben. Nur mein Rücken und Wassereinlagerungen in den Beinen haben mir wirklich zu schaffen gemacht.

Knaaaack! „Auu, kacke ey!“ Dachte ich. Immer wieder, wenn ich mich schwungvoll im Bett auf eine andere Seite drehen musste. Das Gelenk, welches die Beckenknochen hält, hat mich nachts manchmal um den Schlaf gebracht. Ich kann das jetzt nicht sehr medizinisch erklären, aber das Gelenk ist irgendwie lockerer und wenn man viel auf der Seite liegt…ja dann knackt es manchmal gewaltig.

Manchmal waren es auch die Beine, die so geschwollen waren, dass ich keinen Meter mehr laufen wollte. Ein Vorgeschmack aufs Alter habe ich immer gedacht, nur das Schwangerschafts-Wehwehchen auch wieder vorbeigehen. Aber mit ein paar Tricks kann man alles etwas erträglicher machen.

Tipps

  • Lass dir vor der Reise Stützstrümpfe von deinem Frauenarzt verschreiben. Sie helfen gegen schmerzhafte Wassereinlagerungen.
  • Ziehe die Stützstrümpfe am besten noch VOR dem Aufstehen (und duschen) an. Sobald du stehst, schwellen die Beine schon schmerzhaft an. Du kannst auch mit den Strümpfen duschen gehen.
  • Wenn du unter Rückenschmerzen leidest: Yoga, Yoga, Yoga! Schon kleine Übungen haben einen sehr großen Effekt.
  • Nachts solltest du dir ein paar Kissen zwischen die Beine legen. Oder ein kleines Stillkissen auf die Reise mitnehmen. Damit ist der Druck auf das Becken nicht so groß.
  • Manchmal hilft es auch die Faszien zu lockern (z. B. in der Hüfte). Rolle dazu mit den entsprechenden Stellen über eine volle Wasserflasche.

Wenn es viel zu heiß ist.

Kühlere Länder sind angenehmer während der Schwangerschaft - und mindestens genauso schön!

Als Schwangere hat man Hitze. Richtig doll. Früher war ich immer voll die Frostbeule, aber jetzt wollte mein Körper eigentlich nur noch eins: Schwitzen. Meine gefühlte Körpertemperatur lag immer mindestens 5 Grad höher als das Thermometer mir erzählen wollte. Und das kann echt ziemlich auf den Kreislauf schlagen: Dauermüde, Dauerdurstig, Dauerhunger.

Du kannst dich zwar mit viel Entspannung, Schatten und einem kühlen Pool irgendwie durchmogeln, aber wenn du was von deinem Reiseland sehen möchtest: Wähle lieber ein etwas kühleres Fleckchen Erde. Wir waren zu Beginn unserer Reise in Portugal (Festland + Madeira) und Teneriffa. Selbst wenn die Tage dort mit 22°C eigentlich angenehm waren, kam es mir zu heiß vor.

Danach zog es uns in das viel kühlere Norwegen und Irland. So eine Erleichterung!

Tipps

  • Wenn es zu heiß ist: Füße hoch, am besten irgendwo in den Schatten ans Wasser legen und entspannen.
  • Viel Trinken und kleine Snacks bereithalten.
  • Am besten aber: Wähle kühlere Länder für deine Reise oder reise zur Nebensaison, wo die Sonne nicht mehr ganz so stark ist.

Kleiner Helferlein für Unterwegs

Um sich von unterwegs nicht nur auf die Geburt vorzubereiten, sondern auch fit zu halten, habe ich ein paar nützliche Tools gesammelt. Vielleicht hast du ja auch noch ein paar ergänzende Empfehlungen? Immer her damit 🙂

YouTube-Kanäle

  • Leila Maria Witt: Themen rund um die Schwangerschaft und Baby. Liebevoll erklärt, tolle Frau die ihren eigenen Weg geht. Mein Lieblingskanal während der Schwangerschaft.
  • Jenny die Hebamme: Hebammen-Tipps kurz und knapp erklärt.
  • Babyclub.de: Rezepte, Hebammen-Tipps, Sportübungen und ganz viel mehr.
  • Happy and Fit Yoga:  Schwangerschaftsyoga für alle Trimester.

Apps

  • Schwangerschaft + Toller Schwangerschaftsbegleiter, täglich neue Artikel, Infos zu jeder SSW und schöne Bilder zum Entwicklungsstand des Babys
  • Keleya: Habe ich erst sehr spät entdeckt, macht aber einen guten Eindruck. Vor allem Sport und gesunde Ernährung stehen im Fokus. Und der Online-Geburtsvorbereitungskurs ist perfekt für Reisende Schwangere.
  • 7Mind: Tolle Meditations-App für Anfänger. Du lernst in verschiedenen Kursen die richtigen Atem-Techniken und Entspannung zuzulassen.

Links

  • Elternkompass Vor allem der Schwangerschaftskalender war für mich sehr hilfreich. Viele Informationen zur aktuellen Schwangerschaftswoche.

Lektüre

  • HypnoBirthing nach Marie Mongan*: Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt. Zwar etwas amerikanisch, aber dennoch eine gute Hilfestellung für deine Geburtsvorbereitung. Atemtechniken, Selbsthypnose erlernen und wie dein Partner dich am besten unterstützen kann.
  • artgerecht – Das andere Baby-Buch* Eigentlich ein Still-Ratgeber, aber tolle und ermutigende Tipps rund um Geburt und die ersten Monate mit Baby.

Schwanger reisen: Machen oder nicht?

Hätte man mir vor ein paar Jahren erzählt, dass eine Schwangere für mehrere Monate verreist, hätte ich wohl augenverdrehend abgewinkt. „Macht doch keiner – ist doch bestimmt gefährlich und viel zu anstrengend.“ Zum Glück ändern sich manche Dinge schnell. 😀

Schwanger reisen - Ja oder nein?

Wir hätten uns keine schönere Schwangerschaft vorstellen können. Wir haben eine unglaublich entspannte Zeit gehabt, viele neue Orte, Inseln, Wälder und Städte entdeckt. Unseren Blick für die Welt neu ausgerichtet und Dinge neu zu schätzen gelernt. Wir hatten Zeit, uns auf unser neues Leben in aller Ruhe vorzubereiten, jedes neue Lebenszeichen von unserem Kleinen viel mehr wahrzunehmen und jeden Tag die Wahl zu haben, was wir machen wollen.

Wir würden jederzeit wieder losziehen.

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Madlen

Anfang 30. Job gekündigt. Schwanger und gerade auf Europareise mit meinem Liebsten. :)

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