11 Dinge, die du (im Winter) in Dortmund machen musst!

11 Dinge, die du (im Winter) in Dortmund machen musst!

11 Dinge, die du (im Winter) in Dortmund machen musst! 1920 1280 Madlen

Als ich vor knapp acht Jahren nach Dortmund zog fand ich es erst richtig scheiße. Für mich war alles grau, häßlich und überhaupt nicht mein Fall. Und im Winter erst! Hier kann man doch gar nix machen, dachte ich.

Wie schnell sich Dinge doch ändern.

Dortmund ist meine Heimat geworden und ich lebe wirklich gerne hier. Inzwischen kenne ich auch die Ecken, die nicht sofort auffallen, aber viel der Lebensqualität ausmachen. Ein paar dieser Geheimtipps möchte ich heute mir dir teilen.

#1: Erkunde Dortmunds letzte Bunker

Um eine Stadt und seine Menschen besser zu verstehen, muss man ihre Geschichte kennen.

Unter Dortmund liegt die größte zivile Luftschutzanlage Europas. Mindestens 80.000 Menschen sollten in den Anlagen, die unter der gesamten Stadt lagen, Platz finden. Manche mussten ein Jahr unter der Erde ausharren, weil ihre Wohnungen besetzt oder zerstört waren. Ein Zustand der für uns absolut unvorstellbar ist.

Buntertour in Dortmund: Bunker Ruhralle

Zu dem unterirdischen Labyrinth gibt es zahlreiche Zugänge, die aber für die Bevölkerung unzugänglich gemacht wurden. Zu gefährlich sei es dort unten.

Aber! Zwei Bunker können derzeit noch (!) besichtigt werden. Der Befehlsbunker an der Ruhrallee und der Sonnenbunker in der Zwickauer Straße. Wir haben uns den Befehlsbunker angeschaut und konnten einen kleinen Blick in die Geschichte der Stadt werfen.

Spannende Einblicke in einen Ort, der damals der geheimste Platz in Dortmund war.

Mehr Infos & unser Bericht: Dortmunds bestgehütetes Geheimnis

#2: Lass dich treiben, in einer Therme

Was gibt es schöneres als ein wohliges warmes Bad, wenn es draußen kalt und fisselig ist? Wir sind uns einig: Nichts! 😀

So richtig schön im heißen Wasser vor sich hintreiben oder sich massieren lassen kannst du super im Solebad des Revierpark Wischlingen. Der Unterschied zu einem normalen Schwimmbad ist, das das Wasser sehr salzhaltig ist, dass soll nicht nur belebt sondern auch gut für die Atemwege sein. Wir waren schon einige Male dort und waren fast immer allein.

Wenn du es etwas ruhiger brauchst, dann können wir dir ein Besuch bei McWellness empfehlen. Klingt nach Flatrate-Wellness, ist es aber nicht.

Hier buchst du dir eine private Suite, die immer mit einem Whirlpool, einer Sauna, einer Dusche, einer riesigen Schaukel und einem Fernseher ausgestattet sind. Getränke und Essen werden über einen Bildschirm bestellt und diskret in einer Durchreiche abgestellt.

Ganz billig ist der Spaß nicht, ab 12 € pro Stunde und Person geht’s los. Im Vergleich zu anderen Spas und Wellness-Oasen ist das aber ganz okay.

#3: Trinke ein Met auf dem schönsten Wintermarkt Dortmunds

Den mit Abstand schönsten Wintermarkt gibt es im Fredenbaumpark. Es ist kein typischer Weihnachtsmarkt mit großen Baum und albernen LED-Lichterketten, nein zum Glück! Sobald du den Eingang durchschritten hast, bist du in einer anderen Welt: Kerzen und kleine Feuerstellen erhellen den Markt, mittelalterliche Musik erklingt von überall her und es riecht nach Grünkohl, Spanferkel und Lagerfeuer. Gaukler, Feuerspucker und Ritter, eine Eulen-Show, ein Kuriositäten-Kabinett und ein unglaublich großes Bällebad! Muss ich noch mehr sagen? Das Flair ist unbezahlbar.

An den vielen kleinen Ständen kannst du dich mit Met, Schwertern oder einer Ritterrüstung eindecken oder einfach nur mal anprobieren.

Dieser Markt kostet zwischen 5 und 10 € Eintritt, je nach Programm.
Mehr zum Markt: spectaculum.de

Artikelempfehlung: Dortmunds schönste Parks

#4: Fiebere bei einem Eishockeyspiel mit

Dass Dortmund eine Eishockey-Mannschaft hat, war mir bis vor kurzem gar nicht bewusst. Direkt neben der großen Westfalenhalle haben die Dortmunder Eisadler ihr Refugium und spielen im Winter regelmäßig von September bis Februar.

Eishockeyspieler

Es gibt Glühwein, Bier und Pommes, Gejubel, Fangesang und Randale auf dem Eis. Die Fantribüne ist nicht zu vergleichen mit dem des BVBs, aber die Fans sind mindestens genauso leidenschaftlich bei der Sache. Warm anziehen solltest du dich hier aber in jedem Fall, denn die Halle ist offen.

Tipp: Der Glühwein hier ist ziemlich lecker und wärmt schön durch.

Tickets kosten zwischen 5€ und 8€.
Zum Spielplan der Eisadler

#5: Schau einen Film in einem gemütlichen Kino

70 Kinos gab es in Dortmund mal, viele wurden im Krieg zerstört oder starben nach und nach aus. Ein paar wenige haben es bis heute geschafft und konnten sich den Charme der letzte Jahrzehnte bewahren. Tiefe Holzstühle mit dicken Polstern, Beinfreiheit ohne Ende, selbst gemachtes Popcorn, schwere dunkelrote Vorhänge und aber super moderne Projektoren und Soundsysteme.

In der Schauburg, dem Roxy, der Camera oder der Postkutsche kannst du dich ganz entspannt zurück lehnen und hast den Saal manchmal für dich allein. Im Programm wirst du keine Transformers Teil 1 bis 25 finden, sondern nur Filme die es wirklich wert sind gesehen zu werden.

#6: Jam! Sei bei der Monday Night Session dabei

Das Domicil gehört zu den besten Jazzclubs der Welt und jeden Montag kannst du hier völlig kostenlos an der Monday Night Session teilhaben. Als Zuschauer oder, wenn du dich traust, als Akteur. Jeder der musizieren oder singen kann und möchte ist eingeladen mitzujamen.

Völlig verschiedene Musiker spielen zusammen und dabei kommen manchmal abgefahrene Beats zustande. Jeder Besuch ist eine kleine Wundertüte. Einmal ist der Abend von afrikanischen Musiker geprägt, beim nächsten Mal spielen Dortmunds beste Jazzmusiker hier ein improvisiertes Konzert. Dabei sein lohnt sich!

Jeden Montag, ab 20 Uhr im Café (obere Etage), Eintritt frei
Mehr zum Domicil

#7: Mach eine legendäre Kneipentour

Die großen Brauereien sind zwar längst weg, aber die Bierkultur wird in Dortmund noch immer hochgehalten. Neben Bierfestivals und Brauereimuseum empfehlen wir dir aber zu den Wurzeln der Dortmunder Bierkultur zurück zu kehren. Eine Tour durch Dortmunds Kneipen!

Ein Kneipenviertel gibt es in Dortmund leider nicht und viele der besten Bars liegen leider völlig verstreut. Da wir im Winter meist schnell wieder ins Warme wollen, bleiben wir in der Innenstadt.

Auf ein Stößchen im Schlips

Zum Schlips

Hat nur Dienstags und Samstags geöffnet

Station 1: Zum Schlips

(Brückstraße 64)

Wir starten in der kleinen aber feinen Bar Zum Schlips. Männer mit Bleistift hinter’m Ohr, einer Weste und (klar) einem Schlips bedienen wie in alten Zeiten. Hier kannst du aus drei Getränken wählen: Wasser, Bier oder Gin Tonic. Das Bier wird, wie früher üblich, als Stößchen serviert. Ein kleines Bier. Wenn dir das zu wenig ist, kannst auch direkt einen ganzen Meter bestellen.

Station 2: Hirsch-Q

(Brückstraße 62)

Metall, Punk und Rock dröhnt hier durch den mit Stickern beklebten Laden Hirsch-Q. Das Bier ist hier günstig, die Atmosphäre entspannt.

Station 3: Rock-Café

(Reinoldistraße 21)

Nur eine Querstraße weiter geht’s in’s Rock Café, wo du dich mit anderen am Kicker messen kannst. Die Musik ist hier noch ein bisschen lauter und vor allem Britpop und bekannte Rockklassiker werden gespielt.

Tipp: Hier schmeckt der Mexikaner richtig gut.

Station 4: Gänsemarkt

(Schuhhofweg 8)

Der Gänsemarkt gehört zu Dortmunds ältesten Kneipen und manchmal wird es schwer einen Platz zu finden. Die Atmosphäre ist urig und manchmal ein bisschen wie beim Apres Ski, laut und ausgelassen.

#8: Fordere dich beim Bouldern heraus

Bouldern ist in den letzten Jahren in aller Munde. Der Sport ist für jeden geeignet und der Einstieg super einfach. Du brauchst fast keine Ausrüstung und kannst einfach loslegen. Optimal, auch wenn man du es einfach mal probieren möchtest. Du lernst am besten vom Zuschauen oder fragst einfach andere Boulderer, so einfach wie hier kommt man kaum sonst wo ins Gespräch. Jeder hilft hier jedem.

In Dortmund gibt es derzeit zwei Boulderhallen: Die Kletterhalle Bergwerk und Glücksgriff Boulderhalle (siehe Foto). Leider liegen beide etwas abgelegen, sind aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ganz easy zu erreichen.

Schließe dich auch gerne unserer Facebook-Klettergruppe an, hier kannst du dich mit anderen zum Klettern oder Bouldern verabreden oder nur austauschen.

#9: Beschere dir Gänsehautmomente im Theater

Vor allem in der Winterzeit ein echtes Muss! Klassische Stücke wie Der Nussknacker oder Schwanensee werden hier als Ballett aufgeführt und sorgen für garantierte Gänsehautmomente. Wem das zu opulent erscheint, sollte dennoch durch das Programm stöbern. Das Kinder- und Jugendtheater ist vergleichsweise günstig und hat auch für große Kinder ein paar echte Highlights zu bieten.

Du kannst am Theater Dortmund auch selbst aktiv werden, es gibt für jedes Alter Mitmachprogramme, wie z.B. die Bürgeroper oder die Statisterie. Letzteres wird sogar vergütet.

Tipp: Als Student der TU oder FH Dortmund kann man kostenlos ins Theater! Als Besitzer einer DO Karte und als Azubi gibt es auch einen ordentlichen Preisnachlass.

#10: Verwöhne dich in einem exotischen Restaurant

In Dortmunds Gastronomie ist einiges los, viele unglaublich gute Lokale habe ich in den letzten Jahren kennengelernt und ständig kommen neue dazu. Unser absolutes Lieblingsrestaurant ist aber der Thailänder Tam Nag Thai in der Hohen Straße. Von außen glaubt man vor einer schäbigen Pommesbude zu stehen, sobald man aber durch die Tür geht klappt einem die Kinnlade erstmal bis zum Boden. Alles ist wunderschön holzvertäfelt und aufwändig verziert, Drachen und Lotusblüten sind überall zu sehen. Das Essen ist sehr lecker, wenn auch etwas teurer. Aber es lohnt sich!

Wenn du lieber bodenständig essen gehst, dann empfehlen wir dir das Sweet Chilli in der Rheinischen Straße. Das Essen schmeckt genauso wie auf Sri Lanka und ist auch noch recht günstig. Das Lokal ist einfach eingerichtet, aber das macht es eben auch authentisch. Unter den Gästen sind viele Inder, der beste Beweis das es hier gutes Essen gibt.

#11: Hab einen ausgelassenen Kegelabend

Richtig schön einen auskegeln, das geht am besten in der urigen Kultkneipe Haus Frommberg in der Adlerstraße. Der Laden gehört noch zu den letzten Pinten, wo das Bier billig und die Stimmung herzlich ist. Hier kann man völlig versacken und eine gute Zeit haben. Im Keller darf gekegelt werden, es gibt nur eine Bahn und viel Privatsphäre. Über einen Fernsprecher wird das Bier bestellt und wenn es mal zu viel war, dann steht in der Toilette ein Speibecken bereit.

Unbedingt reservieren!

Das Wichtigste

Hab Spaß bei allem was du machst! 🙂

Dortmund ist eine tolle Stadt und wir hoffen du konntest dir ein paar Tipps aus diesem Artikel mitnehmen. Wenn du noch mehr über Dortmund lesen willst, dann schau dir diese Artikel an:

>
		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class=

Madlen

Ich bin Anfang 30, lebe und arbeite als Webdesignerin in Dortmund. Zusammen mit Ben erkunde ich die Welt, trotz Vollzeitjob.

Alle Posts von Madlen