8 Gründe, warum du Dortmund lieben wirst.

8 Gründe, warum du Dortmund lieben wirst.

8 Gründe, warum du Dortmund lieben wirst. 1920 1358 Madlen

Dortmund ist nicht mehr nur Bier, Fußball und Kohle! Dennoch ein weitläufiger Irrglaube der sich (noch) hartnäckig hält. Seitdem ich hierher gezogen bin, muss ich mich immer mal wieder bei Bekannten aus früheren Zeiten für meine Wohnortwahl rechtfertigen. Es sei doch „keine schöne Stadt“, „völlig heruntergekommen“ und sowieso gibt es ja „hier“ nur Arbeitslose und Platte. Ich kann schon verstehen, dass man als Nicht-Dortmunder (oder sogar Dortmunder) andere Vorstellungen vom „schöner wohnen“ hat. Aber dennoch, diese Stadt ist herzlich, liebenswert und wirklich schön. Man muss die raue Schale wegkratzten. Ist manchmal nicht so einfach Vorbehalte über Bord zu werfen, aber es lohnt sich doch eigentlich. Hier kann man sich extrem wohlfühlen, es dauert eben nur ein bisschen bis man mit Dortmund warm wird.

Aus diesem Grund möchte ich über meine Wahlheimat schreiben, und nicht nur einmal, sondern in einer Serie aus verschiedensten Themen rund um Dortmund. Diese Stadt hat mehr zu bieten als betrunkene Fußballfans und die nächsten Kandidatin für „Frauentausch“.

#1 Dortmund ist kultiviert

In Dortmund gibt´s nur Bier und Fußball – die einzige Kultur die wir kennen? Nein, zum Glück ist das nicht der Fall! Inzwischen ist das Angebot derart riesig, dass ich bis zu diesem Artikel selbst nicht wusste, was in dieser Stadt alles vor sich geht.

Musik

Musikalisch hat Dortmund richtig was zu bieten. Das Konzerthaus Dortmund ist über Dortmunds Grenzen weit hinaus bekannt. Hier gibt es fast täglich atemberaubende Konzerte aus allen Bereich der Musik: Kammermusik, Liederabende, Orgelkonzerte, Akustik-Pop, Cabaret, Chanson.

Wer Jazz mag, ist im Domicil gut aufgehoben. Er zählt zu den besten Jazzclubs der Welt. Auch freie Open-Mic-Abende gibt es hier regelmäßig. Jeder darf mitmachen, oder einfach nur der improvisierten Musik lauschen.

Kino

Für Filmfans, die den neusten Streifen in gemütlicher 20er Jahre Atmosphäre schauen wollen, kann ich das kleine Programmkino Schauburg oder das Roxy sehr empfehlen. In beiden Kinos laufen Filme, die du in den großen Ketten nicht sehen wirst.

Museum

Wen du lieber ins Museum gehst, hast hier auch die Qual der Wahl. Historischen Kunstsammlung, Naturkunde, Videospiele oder wie wärs mit einem Giraffen-Museum?

Architektur des Dortmunder U

Das Dortmunder U

Als Lieblingsplatz vieler Kunstliebhaber, hat sich das Dortmunder U etabliert. Früher war es (natürlich) eine Brauerei, die vor dem Abriss gerettet wurde. Zum Glück! Jetzt ist es ein Ort voller Leben und Kunst.

Tipp: Eine Eintrittskarte für das Museum im Dortmunder U kostet 5 € und ist das ganze Jahr gültig. Und: Du erhältst damit automatisch freien Eintritt ins Museum für Kunst und Kulturgeschichte und das Brauereimuseum.

Industriekultur

Ehemalige Produktionsstätten von Kohle Stahl sind heute Denkmal, Museum und Bühne zugleich.

In das ehemalige Straßenbahndepot am Hafen, heute Depot, sind  unterschiedlichste kreative Projekte und Events untergebracht. Es finden Theater- und Kinoaufführungen statt und ein gutes Restaurant ist hier auch zu finden.

Dortmund Phoenix West Sonnenuntergang

Phoenix West

Einer der bekanntesten Orte ist das Gelände Phoenix-West. Früher war das Hochofenwerk ein wichtiger Teil der Dortmunder Montanindustrie, heute ist es über einen Skywalk komplett begehbar und bietet einen atemberaubenden Panoramablick in die gesamte Anlage.

#2 Dortmund ist jung, wild und bunt!

Streetart spielt in Dortmund seit den 90ern eine große Rolle. Die Szene ist  immer noch groß und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. In der ganzen Stadt (vor allem aber im Unionviertel) sind die Kunstwerke internationaler Künstler an zahlreichen Hauswänden zu sehen.

In der 44309streetartgallery kann man coole Projekte bestaunen, die Galerie sorgt auch übrigens für die meisten großflächigen Kunstwerke in der Stadt.

Streetart in Dortmund

Backyard-Jam

Dortmunder Subkultur vom allerfeinsten, gibt es beim jährlichen Adler-Backyard-Jam in der Adlerstraße 59. Einen ganzen Tag lang wird in einem Hinterhof gesprayt, gerappt und getanzt. Jedes Jahr werden internationale Künstler eingeladen, die den Hinterhof immer wieder mit ihren Murals verändern.

Graffitti Dortmund Adlerstraße

#3 Dortmund ist richtig schön grün!

Das Vorurteil, Dortmund wäre grau und voller alter häßlicher Gebäude stimmt ganz und gar nicht mehr. Die Hälfte der Stadt besteht aus Grünanlagen, Parks und Wäldern. Jeder Park ist anders und bietet unterschiedliche Vorteile.

Im hippen Westpark mitten im Stadtzentrum kann man zwischen Studenten, Musikern und Slacklinern abhängen, oder im entspannten Café Erdmann ein kühles Bier genießen.

Ganz anders dagegen ist der Westfalenpark. Hier fühlt man sich wie Gott in Frankreich: Rosengärten, Koi-Teiche und exotische Vögel kann man hier bestaunen. Eine Fahrt auf den Florianturm (203m!), mit der Bimmelbahn oder der Seilbahn machen allen Spaß (yaaay, Seilbahn!). Hier finden große Veranstaltungen statt, wie z.B dass Juicy Beats oder das spektakuläre Lichterfest.

Tänzer im Westpark Dortmund

Tanzstunde im Park

Jeden Sonntag wird im Westpark Salsa getanzt! Mitmachen ist unbedingt erwünscht. Du kannst aber auch nur zuschauen und dich von der Lebensfreude anstecken lassen, die dieser Tanz versprüht.

Rombergpark Park Dortmund

#4 Dortmund ist süffig!

Da in Dortmund schon immer viel Bier gebraut wurde, muss es natürlich reichlich Kneipen geben, oder? Jap, gibt es auch! Aber man muss natürlich dazu sagen, dass es inzwischen nicht mehr nur Trinkhallen sind, dass Angebot ist deutlich abwechslungsreicher geworden. Von uriger Kneipe bis hin zu mutigen und kreativen Bars ist hier wieder alles mögliche zu finden.

Die Trinkhallen

Typischer Kiosk in Dortmund

Die Trinkhallen sind aber etwas ganz besonderes. Die kleinen Büdchen, an denen man belegte Brötchen, Zigaretten, Feierabendbier und gemischte Tüten kaufen kann, gehören einfach zu Dortmund wie der BVB. Sie sind Teil der regionalen Identität und sind nicht aus dem Stadtbild wegzudenken. Einmal im Jahr wird hier sogar der „beste Kiosk“ gewählt.

Auf ein Feierabendbier

Für ein Feierabendbier ist der Bergmann-Bier-Kiosk ein guter Treffpunkt, ganz in der Nähe des Dortmunder U. Es hier nur eine Sache: Bier! Die Bergmann-Brauerei hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Dortmunder Bierkultur wieder zu beleben. Das Bier wird in Dortmund gebraut, abgefüllt und verkauft. Probier unbedingt eine „Hopfensünde“ wenn du hier vorbei kommst.

Bergmannkiosk Dortmund

Biergarten

Direkt um die Ecke befindet sich der gut getarnte Biergarten Kraftstoff. Hier kann man in entspannter Atmosphäre ein weiteres kühles Bier genießen. Die Toiletten sind auch einen Besuch wert, die Wände sind von oben bis unten mit alten Comics dekoriert.

Hafenkneipe

Eine meiner Lieblingskneipen ist das Subrosa. Die Kneipe liegt inmitten der Nordstadt und ist eine irre gemütliche kleine Bar, die an eine Hafen-Spelunke erinnert. Hier finden oft Konzerte aufstrebender Künstler statt, oder auch Poetry-Slams oder auch mal Vorlesungen zum Thema Menschenrecht!

#5 Dortmund ist mittendrin!

Dortmund liegt irgendwie mittendrin. Alles ist total nah und um die Ecke. Bis in die wunderschöne Universitätsstadt Münster ist es nur ein Katzensprung. Auch nicht weit sind die Metropolen Köln, DüsseldorfAmsterdam oder Brügge!

Die Hauptstadt der Niederlande ist in ca. 2,5 Stunden mit dem Auto zu erreichen! In etwas mehr als 3 Stunden, kann man sich die salzige Luft des Meeres um die Nase wehen lassen. Dann ist man nämlich schon in Zeeland – die idyllische Südküste der Niederlande.

Wer Lust auf ein wirklich frisches Baguette hat, ist in wenigen Stunden mit dem Thalys in Paris. Wer lieber wandert oder Ski fährt (oooder Schlitten!) ist in einer halben Stunde im bergigen Sauerland. Natürlich bietet sich das Sauerland auch für ausgedehnte Wanderungen, zum Campen am See oder für eine schöne Bootstour an.

Amsterdam bei Nacht Grachtengürtel Fahrrad

Auf ins Abenteuer

Von Dortmund aus bist du in schnell in ganz anderen Ländern. Entdecke von hier aus zum Beispiel die Niederlande und Belgien.

Basilika Sacre Coeur Paris

#6 Dortmund ist super sportlich!

Na klar, Fußball spielt hier eine riesige Rolle. Sobald die Saison losgeht, ist halb Dortmund in Schwarz-Gelb unterwegs. Über 80.000 Zuschauer umfasst das Signal Iduna Stadion! Aber das ist längst nicht alles. Direkt neben dem Stadion befindet sich die Helmut-Körnig-Halle. Hier trainieren namhafte Leichtathleten, sie ist zudem auch Schauplatz nationaler Meisterschaften und internationaler Vergleichswettkämpfe. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal trainieren Ruderer, die 2012 das begehrte Achter-Gold in London gewannen.

Klettern & Bouldern

Natürlich kann man auch selbst aktiv werden, zum Beispiel in der Kletterhalle Bergwerk. Vor ein paar Jahren wurde die Halle um einen großen Boulderbereich erweitert – wirklich sehr zu empfehlen, auch für Anfänger super geeignet um sich mal auszuprobieren.

Neu in Dortmund: Die Boulderhalle Glücksgriff. Wir konnten sie noch nicht testen, es sieht aber vielversprechend aus.

KLetterhalle Bergwerk

Oder mit dem Rad

Wer lieber auf dem Rad unterwegs ist kann aus fünf Touren rund um Dortmund eine aussuchen, oder lieber gleich den Ruhrtalradweg befahren. Die Tour führt bis ins Sauerland an der Ruhr entlang. Wir haben die Tour auch schon lange auf dem Zettel, aber bisher haben wir uns an die 240km lange Strecke noch nicht herangetraut.

#7 Dortmund ist multikulti!

Menschen aus 172 Nationen fühlen sich in Dortmund (fast) wie zuhause. Über 100.000 Zugewanderte leben inzwischen in dieser Stadt. Viele davon engagieren sich in Migrantenselbstorganisationen und leisten so einen wichtigen Beitrag für ein besseres Miteinander.

Vor allem in der Nordstadt gibt es zahlreiche Projekte. Hier leben auch die meisten Ausländer. Viele kennen diesen Stadtteil als sozialen Brennpunkt. Ich selber habe fünf Jahre mittendrin gelebt und empfand den Stadtteil immer als besonders lebendig und vielfältig. Afroshops, französische Spezialitäten, Kunstgalerien, Szenekneipen – So kenne ich das Viertel.

Es gibt aber auch die Schattenseiten. Den Arbeiterstrich, Drogen, Häuser in den viel zu viel Menschen leben. Aber ganz ehrlich, dass ist nur ein winzig kleiner Teil, um den man einfach einen Bogen macht.

Borsigplatz

Der Borsigplatz im Dortmunder Norden ist wohl bekannteste Platz der Stadt. Hier finden die Pokal-Sausen des BVBs, aber auch kleine Stadtfeste statt.

Borsigplatz in Dortmund

#8 Dortmund ist gut vernetzt!

Wer nach Dortmund reisen möchte, oder von hier aus eine Tour starten möchte, hat keinerlei Probleme. Die Stadt liegt in einem der dichtesten Autobahnnetzen Europas.

Sogar einen Flughafen, der einige großen Metropolen anfliegt, darf Dortmund sein Eigen nennen.

Vom Hauptbahnhof aus, kommt man mit ICE schnell durch ganz Deutschland, oder mit dem Thalys nach Brüssel oder Paris.

Innerhalb der Stadt kann man sich hier bequem mit der U- oder S-Bahn bewegen. Radfahrer jedoch, haben es hier immer noch nicht ganz leicht. Es gibt zwar überall Radwege, aber die werden oft als „mal kurz Parken“-Streifen missbraucht. Wer sich daran nicht stört, dem stehen etliche Leihstationen von metropolradruhr zur Verfügung.

In der Nacht verkehren in der ganzen Stadt und in allen Vororten Nachtbusse. Hier fährt auch immer Sicherheitspersonal mit, also keine Angst vor Betrunkenen. Mit den Nachtbussen kommt man immer sicher nach Hause.

Hier findet ihr alle Netzpläne in der Übersicht.

ubahn nachts dortmund

Mit der Ubahn durch die Nacht! Und wenns doch mal später wird, einfach einen der Nachtbus-Shuttle nehmen.

Buch-Empfehlungen

LUUPS Dortmund 2019: Stadtführer mit Gutscheinen*
Viele Insidertipps und Gutscheine für Dortmund. Ein super Geschenk für andere oder sich selbst, um seine Stadt besser kennenzulernen.

Endlich Dortmund!: Dein Stadtführer *
Der Stadtführer für alle, die neu in der Stadt sind oder ihr Dortmund noch einmal wieder entdecken wollen. Viele Geheimtipps und Empfehlungen.

Mein Fazit zu Dortmund

Die Stadt ist tausend mal besser als ihr Ruf. Wenn Du also neu in Dortmund bist, zu Besuch bist oder schon länger hier lebst, geh mit offenen Augen durch die Stadt. Setz dich in einen der vielen Parks, genieße die wundervolle Kirschblüte im Frühling, bestaunt die Kunst an den Wänden des Unionviertel und entdecke Dortmunds bestgehütetes Geheimnis.

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Madlen

Ich bin 32 Jahre alt, lebe und arbeite in Dortmund. Ben und ich versuchen so oft es geht die Welt zu entdecken und euch an all den schönen Orten teilhaben zu lassen.

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6 Kommentare
  • Danke für den super Artikel zu Dortmund! Ich mag die Stadt und bin auch hier aufgewachsen. Aber es ist auch so, dass die Stadt für die große Einwohlnerzahl relativ wenig zu bieten hat. Fast alles was du aufzählst bieten auch viele anderen Städte im Ruhrgebiet und die Stadtentwicklung geht auch kaum voran. Ich glaube keine Stadt dieser größe hat so einen heruntergekommenen Bahnhof. Aber ok, ausgehend von einer Ex-Industriestadt muss man den Strukturwandel immer noch als halbwegs gelungen ansehen.

    • Hallo 🙂
      Natürlich gibt es Städte die mehr oder anderes zu bieten haben, aber darum sollte es hier nicht gehen. Dortmund ist einfach weitaus besser als sein Ruf – das ist die Message! Und wir können doch von Glück reden, dass wir im Ruhrgebiet leben. Denn alles was es in Dortmund nicht gibt, kann man in Essen, Köln oder Düsseldorf machen. Man setzt sich nur kurz ins Auto oder die Bahn und ist schon in der nächsten tollen Stadt.

      Der Strukturwandel in Dortmund gilt sogar als besonders vorbildlich und beispielhaft. Nicht nur, dass ehemals verseuchte Montanflächen in grüne Naherholungsgebiete umgewandelt werden, auch ganz neue Industriezweige sind hier entstanden. Dortmund hat den Wandel sehr gut für sich genutzt und bereitet den Weg für Innovation und eine komplett neue Profilbildung.

  • Da schreibt ihr schon über Dortmund, erwähnt die Parks – und vergesst den schönen, vielseitigen, beeindruckenden, artenreichen Rombergpark?

    Falls ihr einfach noch nicht dort wart müsst (ja müsst!) ihr das dringend noch mal nachholen. Am besten im späten Frühling / Frühsommer oder im Herbst (darauf ist die Botanik angelegt).

    Echt schön und riesengroß. Neben schönen Pflanzen kann man da auch interessantes wie durch Eisenocker verfärbte Grubenquellen, viele Vogel- und Insektenarten sehen oder botanische Führungen machen, Imkern bei der Arbeit zusehen…

    Einer der schönsten englischen Gärten die ich kenne (und im Gegensatz zum Westfahlenpark auch noch ganztags kostenfrei geöffnet.

    (Wo ich so schwärme, fällt mir ein, dass ich da mal wieder hin muss)

    • Hallo Nathy 🙂
      Keine Sorge, wir haben den Rombergpark natürlich nicht vergessen, aber bei insgesamt 33 Parks und Grünanlagen kann man nicht jeden einzelnen aufzählen. Der wunderschöne Rombergpark wird aber in einem der nächsten Dortmund-Artikel entsprechend gewürdigt – versprochen 😉

      Liebe Grüße

  • Hi,
    ich bin gerade durch Zufall auf eure schöne und positive Seite zu Dortmund gestoßen. Nachdem ich lange im wiesbadener Raum gelebt habe, entschied ich mich 2011 aus beruflichen Gründen nach Dortmund zu gehen. Das war kein leichter Schritt, denn die Nähe des Rheins, all die kleinen Weinausschänke, die zum Verweilen einladen, die ausgedehnten Kulturlandschaften und der entspannte Lebensstil lassen kaum Wünsche offen. Inzwischen genieße ich auch Dortmund und das Ruhrgebiet, mir ist beim Lesen warm ums Herz geworden. Eines erstaunt mich als Fremder jedoch immer wieder: Die Sicht der Dortmunder auf ihre so vielseitige Stadt ist häufig negativ, insbesondere wenn es um die Nordstadt geht. Als ‚Fremder‘ ist es mir bisher immer gelungen, private und berufliche Besucher bei einer Stadt führung für Dortmund zu begeistern und Neugier zu wecken. Ich wünsche dieser Stadt und dem Ruhrgebiet noch viel mehr solcher Blogs und das sich ihre Bewohner statt mit Vorurteilen mit offenen Augen und Neugier in ihrer Region umschauen. Fußball ist nicht Maß der Dinge, er gehört dazu ?

    • Hi Michael,

      zunächst einmal freue ich mich riesig, dass dir der Artikel so gut gefällt. Danke für dein Lob, es bedeutet mir unheimlich viel Feedback zu bekommen 🙂

      Seine Heimat zu verlassen ist nie leicht, und vor allem nicht wenn es so eine idyllische wie Wiesbaden ist. Ich bin damals auch ein paar mal umgezogen. Station 0: Die Lausitz (Wälder, Wasser, Wunderbar). Station Eins: Reutlingen (beschaulich und hübsch). Station Zwei: Dresden (Barock, Barock, Barock) und schließlich landete ich in Dortmund. Auf den ersten Blick die häßlichste Stadt der ganzen Welt. Und auf den zweiten…. eine Woge aus Menschlichkeit, Persönlichkeit und ganz viel Herz. <3

      Ich finde es toll und bin stolz, dass du Dortmund zu schätzen weißt. Nicht nur wegen des Fußballs 😀

      Liebe Grüße,
      Madlen