Camping mit Zelt • Diese Dinge dürfen nicht fehlen

Camping mit Zelt • Diese Dinge dürfen nicht fehlen

Camping mit Zelt • Diese Dinge dürfen nicht fehlen 1920 1080 Madlen

In der kurzen Zeit, die wir gemeinsam Reisen, haben wir viele Länder mit dem Auto befahren. Geschlafen haben wir meistens im Zelt, draußen in der Natur oder auf einem Campingplatz. Das einfache Leben und die Nähe zur Natur sind für uns pure Erholung. Als Kind (und geschweige den als Jugendliche) war campen das letzte worauf ich Lust gehabt hätte. Wie sich die Dinge doch ändern.

Auf unserem ersten Camping-Roadtrip durch Kroatien hatten wir keine Ahnung was man eigentlich alles so braucht. Ein Zelt und Schlafsack – klar. Aber was sind die wichtigen Kleinigkeiten, an die man zunächst nicht denkt?

Zweieinhalb Jahre später sind wir um viele Erfahrungen reicher. Einige Dinge sind für uns unverzichtbar geworden und damit du bei deinem Camping-Abenteuer etwas besser vorbereitet bist, haben wir dir diese Liste hoffentlich nützlicher Dinge für erstellt.

Zelten Zeltplatz Portugal Cascais Lissabon

#1 Tarp

Hielten wir immer für absolut unnötig, aber inzwischen würden wir nie mehr ohne losziehen. Vor allem auf unserer Korsika-Reise hätten wir es dringend gebrauchen können, denn es regnete einfach tagelang durch. Jeder der das schon mal erleben musste weiß, wie sehr so ein Wetter aufs Gemüt schlägt. Mit einem Tarp hätten wir uns immerhin eine gemütliche Höhle bauen können.

Was kann ein Tarp alles?

  • Schutz vor zu Sonneneinstrahlung, Regen und Wind
  • Kann als Vorzelt genutzt: zusätzlicher Stauraum oder um es gemütlicher zu haben

Es gibt Tarps die für alles Mögliche geeignet sind, aber auch welche die auf Sonnen- oder Regenschutz spezialisiert sind. Preislich fangen einfache Tarps bei 20,00 € an – nach oben gibt es keine Grenzen. Du solltest aber grundsätzlich darauf achten, dass es nicht zu schwer/sperrig ist und das zumindest eine Seite wasserdicht ist.

Wir nutzen ein Tarp von Decathlon* als Allrounder gegen Sonne, Wind und Regen. Auch zu Hause, als Sonnenschutz für unseren Balkon. Das Tarp lässt sich auf unterschiedliche Arten aufbauen, um den Wetterschutz an deine Bedürfnisse anzupassen. Alternativ zu den etwas schweren Stangen kannst du auch Trekking-/Wanderstöcke benutzen.

Camping mit Zelt im Nationalpark Peneda-Gerês

#2 Hängematte

Niemals! Niemals verreisen wir ohne unsere Hängematte! Wir hängen sie meist auf bevor unser Zelt steht. Ihr Platz wird bei der Suche nach einem Ort für das Zelt immer mit eingeplant. Sie ist für uns genauso wichtig wie Zelt und Schlafsack.

Hängematte am Fluß

Denn, es gibt nichts Schöneres als nach einer langen Wanderung, oder einer etwas ungemütlichen Nacht, dem Rücken etwas Entspannung zu gönnen. Ein bisschen schaukeln, dabei ein Buch lesen, in den Himmel schauen und den Geräuschen der Umgebung lauschen.

Wir haben uns direkt eine gemütliche 2-Mann-Hängematte* besorgt. Sie ist sehr schnell aufgebaut, man muss nur das Seil an einer geeigneten Stelle befestigen und fertig. Karabiner gab es sogar umsonst dazu. Ein großer Unterschied zu den meisten Hängematten zu ist, dass sie nicht aus Baumwolle, sondern aus Polyester besteht. Dadurch ist sie leichter, langlebiger und das Material ist sehr flexibel.

#3 Seil & Karabiner

Ein Seil ist erst seit kurzem in unserem Equipment dabei, aber es hat sich jetzt schon super bewährt. Wir nutzen es zum Wäsche aufhängen oder um das Tarp gegen stärkeren Wind zu befestigen. Ich bin sicher, es gibt noch zig andere Einsatzgebiete. 

Ähnlich ist es mit dem Karabiner, den verwenden wir meist um kleinere Gegenstände an unserem Zelt oder Rucksäcken zu befestigen. Wir haben nur sehr kleine, günstige Karabiner aus Plastik. Die reichen vollkommen aus.

#4 Allzweckmesser

Für uns unverzichtbar. Ein Taschenmesser an dem sich alles befindet was man so brauchen könnte: eine kleine Säge, Flaschenöffner, Dosenöffner und ein Schraubendreher.

Wir haben inzwischen sogar zwei Taschenmesser*, eins zum Kochen und ein Allzweckmesser für alles andere.

„A journey of thousands miles begins with a single step“

Laotse

#5 Stirnlampen / Taschenlampen

Wir haben zwei kleine Taschenlampen* und zwei Stirnlampen*dabei. Immer! Also auch, wenn wir nur mal kurz wandern gehen oder nochmal in den Laden um die Ecke. Im Urlaub verfliegt die Zeit bekanntlich ja viel schneller und im Dunkeln will keiner gern nach Hause laufen.

Aber auch auf dem Campingplatz, wenn man nachts mal „rausmuss“, oder die Hände freihaben muss ( z. B. beim Geschirrspülen) und es kein Licht gibt, ist eine Stirnlampe super praktisch.

#6 Solarzelle & Akkuladegerät

Autarke Stromversorgung beim Zelten

Du kannst deine Elektronik natürlich auch im Auto laden, aber wenn du so wie wir vielleicht einfach zu viel Zeugs dabei hast, was ständig geladen werden muss, dann lohnt sich eine kleine Solarzelle*. Kaum größer als ein iPad sind die nur. Wir hängen die Solarzelle tagsüber einfach außen an’s Zelt und laden unsere Powerbank* damit. An den wiederum kann man mehrere USB-Kabel stecken und Handys und Kamera damit laden.

Wie genau das alles funktioniert kannst du auch hier nachlesen: Autarke Stromversorgung beim Zelten

#7 Pascafe

Den Pacsafe haben wir uns ursprünglich für unsere Rundreise über Bali gekauft, da wir nicht sicher waren wie wir unsere Dokumente und Elektronik am besten sichern (brauchten wir gar nicht, die Balinesen sind so wundervoll). Jetzt haben wir das erste mal auf einer Camping-Tour genutzt, indem wir unsere gesamte Wertsachen darin einschlossen und im Kofferraum an einer Stange sicherten. In den 12l Pacsafe* passt super viel rein. Zwei Kameras, ein Laptop und alle wichtigen Reiseunterlagen.

#8 Tupper- oder Edelstahldosen

Bei unserem ersten Campingabenteuer hatten wir uns Plastikteller gekauft um darauf zu essen. Die Dinger waren jetzt nicht so schlecht, aber irgendwann kamen wir darauf Tupperschüsseln mitzunehmen, denn die kann man viel praktischer Nutzen: Als Schüssel/Teller und als Aufbewahrungsbox für unterwegs. Nachhaltiger sind jedoch Aufbewahrungsdosen aus Edelstahl oder aus Silikon. Wir hatten die Tupperdinger aber nunmal und nutzen sie so lange bis sie auseinander fallen.

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#9 Trinkflasche aus Edelstahl oder aus BPA-freiem Plastik

In vielen Ländern gibt es kostenlose Trinkbrunnen, an denen du dein Wasser einfach auffüllen kannst. Du sparst nicht nur Geld, sondern schonst auch die Umwelt. Wir nutzen seit ein paar Jahren die BPA-freien** Flaschen von Nalgene*. Zuhause und auch auf Reisen trinken wir daraus. Demnächst werden wir uns aber noch Edelstahl-Trinkflasche* zulegen, damit wir auch unseren warmen Kaffe auf Wanderungen dabei haben können.

**Was ist BPA?: Es handelt sich dabei um einen chemischen Weichmacher, der aber seit langem als schädigend für unseren Hormonhaushalt gilt. Er wird leider in vielen Trinkflaschen und Verpackungen verwendet, du solltest darauf achten Produkte die als „BPA-frei“ gekennzeichnet sind zu kaufen.

#10 Packwürfel

Die Erfindung des Jahrhunderts für uns! 😀 In unseren Rucksäcken herrscht immer schnell absolutes Chaos und wir finden einfach nichts wieder. Seitdem wir diese praktischen Packwürfel* haben ist das zum Glück vorbei. Jeder Würfel ist für eine Kleidungskategorie und fertig. Außerdem kann man seine Klamotten so stark komprimieren und hat am Ende mehr Platz in der Tasche.

Kleinere Packwürfel benutzen wir, um unsere Akkus und Kabel ordentlich zu verpacken und schnell griffbereit zu haben.

#11 Klappspaten

Wenn du in der Wildnis campst musst du ja auch irgendwann mal „abführen“. Einfach in den Wald machen ist nicht nur unschön, sondern für die Einheimischen ein echtes No-Go. Klar, würde mir einer in den Garten machen wär ich auch nicht erfreut darüber.

Deswegen: Verbuddeln! Mit einem kleinen Klappspaten kannst du alles in einem kleinen Loch verschwinden lassen. Die Dinge bekommt man für kleines Geld im Baumarkt oder im Armeeshop.

#12 Podusche

Wo wir grad bei Hinten-Unten sind: Um auch noch Toilettenpapier zu sparen (oder weniger zu nutzen) können wir dir eine Reise-Podusche empfehlen. Das Gerät klingt erst einmal ungewöhnlicher als es ist. In asiatischen Ländern ist es normal sich untenrum abzuduschen, anstatt mit trockenem Papier so lang zu wischen bis alles wund, aber sauber ist. Und jetzt gibt es so eine Dusche für unterwegs (oder zuhause). Ist sicher nicht für jeden etwas, aber vielleicht traust du dich ja es mal auszuprobieren. Wir selbst nutzen die Podusche* seit kurzem zuhause und finden es super. Die kommt beim nächsten Campingurlaub sicher mit.

#13 Naturseife

Wenn du dich in der Natur wäscht, solltest du es vermeiden „normales“ Duschgel zu benutzen. Das ist meist voller Tenside, Mikroplastik und und und. Alles fließt direkt in den Boden und ist schädlich für Flora und Fauna. Zum Haare und Körper waschen nutzen wir seit einiger Zeit den Duschbrocken. Er ist komplett aus umweltfreundlichen Inhaltsstoffen und in Deutschland hergestellt. Außerdem gibt es ihn in drei himmlisch riechenden Varianten.

Alternativ: Olivenölseife*, ist vor allem bei empfindlicher Haut sehr zu empfehlen.

#14 Erste-Hilfe-Set

Verbrennungen, Kratzer, Schnitte oder Beulen. Irgendetwas passiert immer. Egal ob Städtereise oder Campingurlaub in der Natur, ein Erste-Hilfe-Set* ist immer eine gute Sache und sollte zur Standard-Reise-Ausrüstung gehören. Zur Ergänzung sollten immer noch ein paar Medikamente im Gepäck sein.

#15 Wasserfeste Sturmstreichhölzer

Ob zum Anzünden von romantischer Kerzenbeleuchtung oder für den Gaskocher. Eine Möglichkeit zum Feuer machen sollte man immer mit dabei haben. Uns hat bislang immer ein Feuerzeug gereicht, aber Sturmstreichhölzer* haben wir sicherheitshalber immer mit dabei.

#16 Gewürze & Öl

Ganz, ganz wichtig! Gewürze sind in anderen Ländern manchmal noch teurer als bei uns und warum sollte man auch ständig neues Salz kaufen. Wir haben um ehrlich zu sein ziemlich lange gebraucht um auf die Idee zu kommen, unsere eigenen Gewürze mitzunehmen, aber jetzt ist es das erste was wir einpacken 😀

Transportieren kann man Gewürze am besten in ausgedienten TicTac-Döschen oder man lässt sie einfach in den Behältnissen in denen man sie gekauft hat (aber gut einpacken damit sie nicht zerbrechen oder aufplatzen).

Beim Öl ist es schon etwas schwieriger, derzeit testen wir ein Silkon-Shampoo-Fläschchen als Öl-Behälter. Bislang hat alles ohne auslaufen geklappt, aber es gibt sicher noch bessere Möglichkeiten Öl sicher zu transportieren.

#17 Karte & Kompass

Auch wenn du ein Handy mit Navi und allem Pipapo hast, sollte eine Karte und ein Kompass immer mit dabei sein, wenn du dich in der Wildnis bewegst. Es geht schneller als man denkt, das das GPS auf dem Handy nicht mehr richtig ortet und dich im schlimmsten Fall in eine völlig falsche Richtung leitet. Haben wir schon öfter gehabt, vor allem in sehr bergigen Regionen kommt das Handy schnell durcheinander.

Unsere gesamte Campingpackliste

Das hier war die wichtigsten Dinge für unsere Camping-Ausflüge. Wenn dich interessiert was wir sonst noch dabei haben, dann schau auf unserer kompletten Camping-Packliste vorbei. Viele Dinge haben wir dort auch noch genauer beschrieben.

Unsere Roadtrip-Videos

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Madlen

Anfang 30. Job gekündigt. Schwanger und gerade auf Europareise mit meinem Liebsten. :)

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