Bonjour! Ca va?

Als wir Anfang des Jahres in Paris zu Besuch waren, haben wir uns unweigerlich in diese bezaubernde Stadt verguckt. Jede Ecke an der wir waren hatte ihren ganz besonderen Charme, aber vor allem Montmartre ist uns in Erinnerung geblieben. Wir sind einen ganzen Tag durch die romantischen Gassen gestreift und haben das Künstlerviertel, in dem unter anderem Picasso und Van Gogh einmal lebten, unter die Lupe genommen. Wir zeigen dir unsere schönsten Ecken.

Das Erste was uns in dem früheren Künstlerviertel auffiel war, dass es doch sehr dörflich ist. Mitten in der Mega-Metropole Paris ist es, als würde man auf dem Land sein. In einem kleinen Dörfchen wo man frische Waren kaufen kann, Weintrauben von den Reeben stibitzen, im gemütlichen Café ein Buch lesen kann.

Wir zeigen euch unsere schönsten Erinnerungen von diesem einmaligen Ort.

Fisch Geschäft Montmartre Paris
Frische Nahrungsmittel kann man hier kaufen, und natürlich auch…
Blumen Geschäft Montmartre Paris
.. frische Blumen!

Café des 2 Moulins

Unsere Entdeckungstour führte uns geradewegs zum Café des 2 Moulins, hier wurde der zauberhafte Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ gedreht. Das Café sieht nicht mehr ganz so aus wie damals im Film, es ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Wir tranken unseren Milchkaffe zwischen vielen asiatischen Touristen, die allesamt versuchten eine Crème brûlée zu verspeisen. Die soll hier aber auch wirklich gut sein, hab ich im Nachhinein gehört. Bei unserem nächsten Besuch werden wir uns auch an diese Köstlichkeit wagen.

Hier auf die Toilette zu gehen, sollte man aber lieber vermeiden, es ist nichts für empfindliche Nasen. Als Amelie-Fan sollte man jedoch die Luft anhalten und einen Blick riskieren. Auf dem stillen Örtchen ist ein Schaukasten mit Requisiten aus dem Film zu sehen.

Wo: Café des 2 Moulins, 15 Rue Lepic
Wann: Mo.-So. 7:30-02:00 Uhr
Wie: Metro M2, Blanche

Amelie Cafe Montmartre Paris

Les Petits Mitrons

In der Rue Lepic befindet sich auch die Patisserie Les Petits Mitrons. Hier soll es die besten Tartes der Stadt geben. Das Schaufenster sieht auch schon zum Niederknien aus. Neben vielen süßen Leckereien kann man hier auch schmackhafte Quiches kaufen. Bei unserem Einkauf waren auch viele Pariser im Laden und haben sich durch das Sortiment probiert. Wir haben uns das aus mangelnder Sprachkenntnis nicht getraut aber immerhin eine Schokoladen-Tarte und Maccarons gekauft.

Wo: Les Petits Mitrons, 26 Rue Lepic
Wann: Do.-Di. 7:00-19:30 Uhr
Wie: Metro M2, Blanche

Tartes in Montmartre Paris

Cimetière de Montmartre

Ein ganz besonderer Ort ist die Cimetière de Montmartre. Direkt unter einer stark befahrenen Stahlbrücke liegt dieser eigenartige Ort und das macht ihn irgendwie noch surrealer als er schon ist.

Der Friedhof ist fast zweihundert Jahre alt und wurde auf einem ehemaligen Gipssteinbruch angelegt. Zu dieser Zeit befand er sich noch außerhalb der Pariser Stadtgrenze. Inzwischen sind die Grenzen längst über den Friedhof hinaus gewachsen.

Am Eingang des Friedhofs liegen wohl Grabpläne zum Mitnehmen aus, denn hier liegen viele verstorbene Berühmtheiten (z.B. Heinrich Heine, Emile Zola, Dalida, Adolphe Sax usw.) Hier ein Plan, der Grabstätten, berühmter Persönlichkeiten.

Wo: Cimetière de Montmartre, Avenue Rachel
Wann:
Mo.-So. 8 -18Uhr
Wie: Metro M2 Blanche. Der Eingang befindet sich im Süden des Parks

Übersicht aller Pariser Friedhöfe

Friedhof Montmartre

Museum von Montmartre

Das private Musée de Montmartre befindet sich in einem der ältesten Häuser von Montmartre. Hier gibt es interessanter Einblicke in das Leben der Künstler, Bohemiens und in die Geschichte Montmartres. Vom Garten aus hat man einen tollen Blick auf die Weinberge von Montmartre. Hier kann man sich auf jeden Fall alles ganz entspannt anschauen, da sich hierher kaum größere Touristenmaßen verirren. Bei unserem Besuch in Montmartre sind wir jedoch nicht hineingegangen, da wir einfach zu wenig Zeit hatten. Bei unserem nächsten Besuch werden wir das nachholen, es soll sich wirklich lohnen.

Wo: Musée de Montmartre, Rue Cortot 12
Wann: Mo.-So. 10-19 Uhr
Wie: M12 Abbesses od. Montmartrobus: Saules Cortot

Street Art

Um Kunst zu sehen, muss man noch nicht mal ins Museum gehen. Wenn man sich aufmerksam umschaut, gibt es überall kleine Kunstwerke zu entdecken. An wirklich fast jeder Ecke entdeckt man bemalte Straßenschilder, Poller, Wände beklebt mit Kunstwerken aus Legosteinen. Es ist ein bisschen wie an Ostern, man freut sich riesig wieder ein kleines Kunstwerk entdeckt zu haben. Es gibt auch richtige Touren, bei denen euch die teilweise ernsten Hintergründe erklärt werden.

Die Arbeiten des Künstlers Gregos sind überall in Montmartre zu finden. Er verewigt sein Gesicht auf Häuserwänden, Straßenschildern und Brücken. Mehr zum Künstler erfahrt ihr hier: www.gregosart.com

Hier kannst du private Touren buchen: streetartparis.fr

Gregosart Montmartre Paris
Gregos Art findet man überall im Viertel von Montmartre
Montmartre Streetart
Die Künstler waren niemals weg aus Montmartre!

Sacre Coeur

Die strahlend weiße Zuckerbäckerkirche steht auf einem kleinen Hügel und ist eines der beliebtesten Wahrzeichen der Pariser und natürlich auch der Touristen. Die Basilika ist von außen und innen irgendwie ganz speziell. Die Steine, aus der die Kirche besteht, haben die außergewöhnliche Eigenheit, durch den Kontakt mit Regenwasser weiß zu werden. Im Inneren kann man das imposante Deckenmosaik bestaunen. Es zählt mit 475 qm zu den größten der Welt. Es wurde nach sage und schreibe 22 Jahren Bauarbeiten eingeweiht.

Auch die Orgel der Basilika Sacré-Coeur gilt als eine der außergewöhnlichsten Orgeln ganz Europas. Wurde sie zunächst für einen Baron erbaut, landete sie über ein paar Umwege in der Basilika. Bei unserem Besuch war zufällig ein Orgel-Konzert im Gange – ziemlich spherische und ungewohnte Klänge. Den meisten schien es zu gefallen, wir konnten dem Sound irgendwie nichts abgewinnen. Das heißt natürlich nicht das es schlecht ist 🙂

Besonders lohnenswert soll ein Besuch der Kuppel sein. 300 Stufen geht es über schmale Gänge und Treppen hinauf, der Blick soll aber wirklich sagenhaft sein.

Wo: Basilika Sacré-Cœur, 35 Rue du Chevalier de la Barre
Wann: Mo.-So. 6:00-22:30 Uhr
Wieviel: 
Basilika: kostenlos, Kuppel: Erwachsene 6 €, Kinder 4 €, Krypta: Erwachsene 3 €, Kinder 2 €, Kombiticket (Kuppel & Krypta): Erwachsene 8 €, Kinder 5 €
Wie: M12 Abbesses

Sacre Coeur Montmartre Paris

Place du Tertre

Der Place du Tertre ist ein richtiger Künstlermarkt und liegt in direkter Nachbarschaft zur Sacre Coeur. Du solltest hier unbedingt mal vorbeischauen. Unzählige Maler, Zeichner, Karikaturisten und Portraitisten sitzen hier dicht an dicht und verkaufen Ihre Werke. Vielen von ihnen kann man bei der Arbeit zuschauen. Jeder Künstler hat seinen eigenen unverwechselbaren Stil: Kohle, Kreide, Bleistift oder Ölfarben.

Ausnahmslos alle Künstler, die hier sitzen, werden alljährlich von der Stadt sorgsam ausgewählt. Also kann man sich sicher sein, dass alle ihr Handwerk hier beherrschen. Ein Portrait kostet zwischen 40 und 50 € und braucht in etwa eine Stunde.

paintersofmontmartre.com

Place du Tertre Montmartre Paris

Place du Tertre Montmartre Paris


Fazit

Montmartre ist ein super schönes Fleckchen auf der Welt, was zu jedem Besuch in Paris dazugehören sollte. Wir haben bei diesem ersten Besuch nur die typischen Touri-Ziele erkundet, aber es war erstaunlicherweise nirgendwo richtig voll. Das Viertel versprüht einen ganz besonderen Charme, man fühlt sich schnell in alte Zeiten zurückversetzt. Überall gibt es kleine hübsche Cafés, die wirken als würden Sie seit dem 20. Jahrhundert dort stehen. Unbedingt solltest du dir diesen Teil von Paris anschauen!

Was denkst du? Gibt es noch weitere Highlights in Montmartre die wir noch nicht in auf unserer Liste hatten?

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