11 Dinge, die du in Portugal machen musst

11 Dinge, die du in Portugal machen musst

11 Dinge, die du in Portugal machen musst 1280 960 Madlen

Portugal ist eines der abwechslungsreichsten und aufregendsten Länder Europas. Landschaftlich gibt es hier eigentlich fast alles was das Reise-Herz begehrt. Blaue Lagunen, hohe Berge, wilde Natur, wunderschöne historische Städte und unglaublich aufgeschlossene Menschen.

Wir sind zwei Wochen durch Portugal gereist und wollten so viel wie möglich vom Land erleben. Von der Algarve bis hoch in den Norden an die spanische Grenze führte uns unsere Reise.

Hier findest du 11 Dinge, die du auf jeden Fall machen solltest.

Faro Innenstadt Algarve Portugal

1. Besuche Portugals einzigen Nationalpark

Portugal ist in erster Linie für seine spektakulären Küstenabschnitte und guten Wellengang bekannt, es gibt jedoch noch ein anderes Portugal. An der nördlichen Grenze zu Spanien befindet sich, auf einer Gesamtfläche von 700 km², der fast unbekannte Nationalpark Peneda-Gerês.

Von den meisten Touristen kaum beachtet wirst du hier ein echtes Paradies vorfinden. Einsame Wälder, unzählige eiskalte Bergseen, erfrischende Wasserfälle und (Achtung!) Wildpferde gibt es hier. Der Nationalpark eignet sich für Wanderungen, Canyoning-Touren oder ein Picknick an einem der vielen Bergseen. Du kannst sogar im Park übernachten. Es gibt mehrere Campingplätze und schöne Unterkünfte.

Von Porto aus fährst du etwa eine Stunde mit dem Mietwagen, einen Ausflug hierher sollte unbedingt auf deiner Liste stehen.

Tipp: Wir haben eine ca. 4-stündige Canyoningtour* gemacht. Es war mit Abstand das beste Erlebnis unserer Reise und deswegen legen wir dir sowas auch ans Herz! Ganz ehrlich, dass ist echt ein Erlebnis was du nie wieder vergisst.

Artikelempfehlungen:
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Römerstraße im Nationalpark Peneda Geres - Portugal

2. Verlaufe dich in einem Märchenschloß in Sintra

Ein echtes Must-Do finden wir! In den Bergen von Sintra verbergen sich richtig kleine Märchenschlößchen, die nur darauf warten erkundet zu werden. Versteckte Gänge, Gärten mit riesigen Bäumen und bunten Blumen aus aller Welt, Wasserläufe die so fantastisch aussehen als wären sie einem Disney-Film entsprungen.

Das kleine Bergdorf Sintra liegt in der Nähe von Lissabon und eignet sich super für einen Tagesausflug. Zu sehen gibt es hier unterschiedlichste Paläste und Herrenhäuser der früheren Oberschicht Portugals. Wir haben damals den Palast & Parc de Montserrat stundenlang erkundet, welcher früher einem britischen Millionär gehörte. Ihm sind die vielen indischen und maurischen Einflüsse zu verdanken, die die Magie des Palastes und des Parks ausmachen. Vor allem diese Anlage ist eher unbekannt und daher ist man hier fast allein.

Der viel bekanntere Palácio Nacional da Pena hingegen ist jedoch auch einen Besuch wert. Du solltest aber richtig früh da sein, denn er ist extrem beliebt und schnell überlaufen. Hier gibt es Tickets für den Palast*, so kannst du dir immerhin das Anstehen sparen.

Der Palast Montserrat in Sintra

3. Nimm eine Surfstunde

Ja klar, oder? Surfen ist so ziemlich das erste was man mit Portugal verbindet.

In Portugal kannst du an über 1.000 km Atlantikküste surfen, dass ist die grösste Auswahl an Surfspots und Surfcamps in ganz Europa. Die bekanntesten Surfregionen sind PenicheEriceira und die westliche Algarve. Porto und Lissabon bieten die einzigartige Möglichkeit Stadt- und Surfleben zu verbinden. Surfsaison ist eigentlich auch das ganze Jahr, vor allem im Süden. Also nix wie los!

Gute Surfcamps in Portugal zu finden ist wohl dennoch nicht ganz so einfach. Bei vielen ist das Marketing besser, als das Camp selbst. Da ist vorher viel Recherche angesagt, oder man verläßt sich auf gut gemeinte Tipps von Bekannten. Julian von Surfnomande hat ein paar Surfcamps getestet und kann einige davon guten Gewissens empfehlen.

Auf unserer nächsten Reise nach Portugal im Juli (2019) werden wir uns auch endlich auf die Bretter schwingen, allerdings nicht in einem Surfcamp, sondern nur einen Lehrer für ein paar Stunden buchen. Diesen Anbieter* werden wir testen. 🙂

Auf dieser Seite findest du noch mehr Surf-Lehrer*

4. Probiere typisch portugiesische Snacks

Liebe geht durch den Magen und hier kannst du dich in dieser Hinsicht richtig gut verlieben. Mein absoluter Favorit sind die typisch portugiesischen Pasteis de Nata. Das mit Abstand aller leckerste was mir jemals über den Weg gelaufen ist. Es handelt sich dabei um Blätterteigtörtchen mit Puddingfüllung. Richtig gut schmecken sie, wenn sie noch warm sind. Von außen sind sie knusprig und von innen ganz zart weich, mhhhh.

Pastei de Nata

Wenn du es eher deftig magst, dann probier doch mal:

Bacalhau
Laut einer alten portugiesischen Redensart gibt es für jeden Tag des Jahres eine andere Zubereitungsart für den Bacalhau. Es handelt sich dabei um Kabeljau der durch Einsalzen und lange Trocknung haltbar gemacht wird – auch Stockfisch genannt. Er gehört an jede Fischtheke und auf jeden Wochenmarkt. Wer Fisch mag, sollte dieses Nationalgericht unbedingt probieren.

Pastéis de bacalhau

Richtig lecker sind auch die kleinen Kabeljau-Küchlein, die es vor allem in Lissabon an jeder Ecke gibt. Sie bestehen aus Kartoffelbrei und Stockfisch, das ganze wird noch frittiert und et voilà: Ein richtig leckerer Snack für zwischendurch.

5. Iss da, wo auch Einheimische essen

Wo wir grad beim Thema Essen sind, passt dieser Punkt wunderbar. Verbringe doch mal den Mittag oder Abend in einem Lokal, wo auch Portugiesen essen gehen. Es gibt viele kleine Läden, die wie eine kleine Kneipe aussehen, aber oftmals auch eine gute Küche zu bieten haben. „Tasquinha“ heißen diese Lokale in denen es traditionelle portugiesische Küche gibt, wie z.B. frischer Fisch, Spanferkel und Paella. Hausmannskost eben.

Wie findet man solche Lokale?

In touristischen Gebieten solltest du hin und wieder in Seitenstraßen eintauchen und Ausschau nach kleinen Tavernen halten. Oft findest du die besten Restaurants erst zwei, drei Straßen abseits des Trubels. Günstiger ist das dann auch noch.

Meide (grundsätzlich!) Lokale die es nötig haben, Leute anzusprechen. Wenn es dort gut schmeckt, kommen die Leute von alleine.

Tipps für deinen Restaurantbesuch

  • Frage, wo du dich hinsetzen darfst
    Es gilt hier als unhöflich sich selbst irgendwo hinzusetzen. Wenn du fragst, weiß der Kellner bescheid das du da bist und wird dir den besten noch verfügbaren Platz zeigen.
  • Der richtige Wein
    Wein gehört hier zu jeder Mahlzeit dazu, lass dich gerne beraten. Eine gute Wahl ist meist der Hauswein.
  • Tagesgerichte
    Frage auch immer nach dem Tagesgericht, meist ist es fangfrischer Fisch. Etwas günstiger ist es meist auch noch.
  • Nichts ist umsonst
    Brot, Öl und Butter stehen fast immer auf dem Tisch, werden aber abgerechnet.
  • Trinkgeldregelung
    Trinkgeld niemals aufrunden! Lass dein Trinkgeld einfach auf dem Tisch liegen, wenn du gehst.

6. Die letzte Bratwurst vor Amerika

Ohne Witze, diese Bratwurst ist jede Anreise wert! Zu finden ist sie am Cabo de São Vincente, am „Ende der Welt“. Das Kap ist nämlich der westlichste Punkt Europas (zumindest des Festlandes). Und weil man im 14. Jhd. noch keine große Seefahrerei betrieben hat, dachte man „hier ist jetzt das Ende der Welt“. Obwohl man angeblich Afrika sehen kann, wenn man ganz genau hinschaut.

Eigentlich heißt der Ort Sagres und ist nebenbei ein ziemlicher Hotspot für wagemutige Surfer. So ziemlich alles ist hier auf diese Art von Besuchern ausgerichtet. Das Kap ist auch einen Abstecher wert, aber unserer Meinung etwas überwertet (aber sowas ist ja nunmal sehr subjektiv, daher empfehlen wir den Besuch trotzdem).

Zurück zur Bratwurst: Die Wurst wird extra aus Deutschland importiert, aber es handelt sich um etwas ausgefallene Geschmacksrichtungen. Es gibt irgendwas mit Kümmel, Bärlauch und Thymian. Richtig lecker! Nach dem Kauf erhält man sogar eine Urkunde 🙂

Sagres an der Algarve Roadtrip Portugal
Portugal Sagres Die letzte Bratwurst vor Amerika

7. Entdecke unterschätzte Dörfer

Lissabon, Porto, Lagos. Alles wunderschöne Städte, aber vor allem zur Hauptsaison einfach nur richtig voll. Der einstige Charme ist der einen oder anderen Stadt bei dem großen Ansturm auch schon etwas abhanden gekommen. Promoter, Restaurant-Rein-Locker, Sonnenbrillen-Verkäufer und viele, viele Reisebusse…näää ey.

Wenn du mal Alternativprogramm suchst, dann raus aus den Metropolen und rein in die kleinen Orte wie z.B. Coimbra, Evora oder unseren Favoriten: Tavira. Frag einfach die Einheimischen, sie geben dir gerne Auskunft, denn die meisten lieben ihr Land (und haben oft irgendwas mit Tourismus studiert – kein Scherz!)

Unser Lieblingsstädtchen ist das kleiner Fischerdorf Tavira. Ganz klein, aber eine wunderschöne historische  Stadt in der noch richtig entspanntes portugiesisches Leben existiert. Sie liegt recht weit östlich an der Algarve, das ist vielleicht auch der Grund warum sich hier wenige hin verwirren.

Coimbra Portugal - Largo da Portagem

8. Erkunde das Douro-Tal

Das Dourotal liegt im Norden Portugals und lässt sich von Porto aus auf verschiedensten Wegen gut ansteuern. Du kannst beispielsweise mit dem Boot, dem Zug oder ganz einfach mit dem Auto in eines der hübschen Dörfer gelangen.

Das besondere an dem Tal ist, dass es sich um die älteste Weinbauregion der Welt handelt. Am beliebtesten ist der Ort Pinhao, der von zig Weinterrassen umringt wird. Dort kannst du vor allem gut und deftig essen, hier und da eine Portweinverkostung machen und eine Bootstour über den Douro machen.

Du kannst dich relativ einfach auf eigene Faust ins Douro-Tal begeben, oder du nutzt eine der zahlreichen Touren, die angeboten werden. Wie z.b. diese Tour mit Weinprobe, Flussfahrt und Mittagessen*.

9. Staune über die größten Wellen der Welt

Die größten Wellen der Welt gibt es nicht vor Hawaii oder Australien, sondern im kleinen Fischerdorf Nazare. Vor allem im Herbst kommen Brecher von bis zu 20 Meter Höhe und mit 80km/h Geschwindigkeit auf die Küste zugerast. Das die Wellen hier so unglaublich hoch sind, liegt an einem Unterwasser-Canyon. Unfassbare 5000 Meter tief und 200 km lang ist er. Kurz vor Nazares Küste beträgt die Tiefe immer noch 150 Meter, wodurch die extrem hohen Wellen entstehen.

In der Zeit von Oktober bis November stürzen sich waghalsige Surfer ins Wasser um die größten Wellen der Welt zu reiten. Aber auch in den Sommermonaten haben die Wellen beachtliche Größen. Der Ort wird immer touristischer, aber ein Besuch hier lohnt sich wirklich.

Surfer auf Wellen in Nazare Portugal

10. Bleibe eine Nacht in Lissabon

Ein Besuch im trubeligen Lissabon darf nicht fehlen. Die Hauptstadt Portugals hat durch seine Lage am Meer jedes Jahr viele Besucher, was tagsüber total anstrengend sein kann. Reisebusse quetschen sich durch enge Straßen, TukTuks flitzen hupend um die Ecken und man sieht eigentlich nur Touristen.

Nachts ändert sich das jedoch, da viele Urlauber nur tagsüber durch die Stadt jagen. Du kannst schöne Sonnenuntergänge bestaunen, oder durch‘s Kneipenviertel Bairro Alto ziehen. In den Straßen wird getanzt und Musik gemacht, man sitzt zusammen draußen und genießt einfach.

Wenn du etwas besonderes machen möchtest: Private Fado-Dinner und Nacht-Tour mit Aussicht*

Lissabon bei Nacht

11. Mach einen Roadtrip!

Wenn nicht hier wo dann? Portugal ist einfach perfekt für einen Roadtrip! Am besten mietest du dir einen Campervan und bist damit frei wie ein Vogel! Schlafen direkt am Meer? Kein Problem! Essen in einem 1 Million-Sterne-Hotel? Kein Problem! Vor dem Frühstück eine Runde im Bergsee schwimmen? Kein Problem!

In Portugal ist wildes campen zwar verboten (wie fast überall in Europa), aber vor allem mit einem Campervan wirst du kaum Probleme bekommen. Es gibt massenhaft Parkplätze wo offensichtlich keiner nur parkt. Ansonsten kannst du auch super auf einen Campingplatz fahren, die gibt es hier sowieso ohne Ende. Aber leider sind die wenigsten sind direkt am Meer.

Wir waren damals mit Kleinwagen und Zelt unterwegs, was auch einfach nur mega war. Aber beim nächsten Mal wird es wohl eher wieder ein Van. Die grenzenlose Freiheit, die man damit hat, ist einfach absolut genial.

Hier kannst du alles über unseren Roadtrip lesen:
Roadtrip Portugal: Die Algarve
Roadtrip Portugal: Die Westküste
Roadtrip Portugal: Der Norden

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Madlen

Anfang 30. Job gekündigt. Schwanger und gerade auf Europareise mit meinem Liebsten. :)

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4 Kommentare
  • nachdem ich es bis heute nicht geschafft habe, endlich mal einen normalen Urlaub und keine Geschäftsreise am Festland Portugals zu verbringen habe ich euren Beitrag echt super informativ gefunden. Macht richtig Lust auf mehr / Meer und vor allem auf diese
    Blätterteigtörtchen. Werde mich gleich von Anfang an durch die einzelnen Berichte durchlesen. Trotzdem glaube ich dass es mich nächstes Jahr auf die hat so anzieht….

    • Liebe Patricia,
      wir freuen uns riesig, dass wir deine Reiselust für dieses wunderschöne Land wecken konnten. 🙂 Bereise Portugal von vorn nach hinten, oben nach unten und fühl dich mal wieder richtig frei. Auf Geschäftsreisen bleibt einfach keine Zeit um einen Ort richtig kennenzulernen (wir kennen das leider auch). Aber vielleicht bietet es sich ja an, die Geschäftsreise einfach ein paar Tage zu verlängern 🙂 (Hier haben wir was dazu geschrieben: https://ronnyrakete.de/viel-reisen-trotz-job/#dienstreise)

      Das Leben sollte nicht nur aus Arbeit bestehen, es ist schlichtweg zu kurz um nicht glücklich sein!

      Und die Blätterteigtörtchen… du wirst sie lieben! Am besten kaufst du sie aber nicht an irgendwelchen „Touri-Ecken“, die schmecken nur halb so gut.

      Liebste Grüße und eine gute Reise nach Portugal
      Ben & Madlen

  • Ein toller Beitrag! Bei diesen Bilder bekommt man direkt wieder Lust auf Urlaub! Wir sind seit ein paar Jahren in einem Tauchclub und organisieren immer neue Urlaube gemeinsam. Eines unserer nächsten Ziele soll auf jeden Fall Portugal sein. Alleine schon nach diesem Beitrag bin ich mir sicher das es dort viel zu sehen gibt. Habt ihr auch Erfahrungen mit der Unterwasserwelt? Da wir eine geschlossene Gruppe sind haben wir uns eine dieser Reisen überlegt: https://www.picotours.de/de/portugal/gruppenreisen.html Das sieht so aus als wäre man in guten Händen. Ich hoffe hier werden dann auch ein paar Insider Tipps erzählt. Ich freue mich mehr von euch zu lesen. Liebe Grüße Cori

    • Hallo liebe Cori,

      Sorry erstmal für die späte Antwort 🤦🏻‍♀️
      Wie es um die Unterwasserwelt in Portugal steht wissen wir leider nicht. Schnorcheln gehört für uns dazu, aber hier haben wir davon abgesehen, weil das Meer meist zu wild war. Man kann aber in den vielen Bergseen im Norden tauchen, dass sind meist geflutete Orte. Also sicher spannend für Taucher! Vielleicht ist das ja schon ein Insidertipp? 😀

      Viel Spaß auf eurer Reise nach Portugal! Vielleicht berichtest du uns mal davon 🙂

      Liebste Grüße
      Madlen