Roadtrip Portugal: Route, Highlights & Tipps

Roadtrip Portugal: Route, Highlights & Tipps

Roadtrip Portugal: Route, Highlights & Tipps 1920 1440 Madlen

Olá Amigos! Auf der Suche nach einer inspirierenden Route durch Portugal? Cool! Wir haben hier einen Vorschlag für dich!

Wir sind einmal quer durch das Land gefahren und waren überall wo es schön ist. Einsame Strände, hohe Berge, wunderschöne Städte und fast verlassene Dörfer haben wir auf unserer 14-tägigen Reise gesehen. Hier zeigen wir dir unsere Route und Highlights und teilen unsere Tipps mit dir.

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Unsere Route durch Portugal

Wir sind in zwei Wochen vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt Portugals gefahren. Einmal entlang der gesamten Westküste. Auf dieser Reise haben wir wunderschöne Sonnenuntergänge gesehen, hatten kilometerlange Strände für uns allein, haben mit Einheimischen gegessen und getrunken und haben überragende Natur gesehen.

Beim Start hatten wir keinen richtigen Plan was wir alles sehen wollten, wir fuhren einfach drauf los und entdeckten das Land spontan. Am Ende haben wir etwa eine Woche an der Algarve verbracht und die restliche Zeit haben wir die Westküste befahren.

Im Nachhinein müssen wir sagen, dass die Zeit etwas zu wenig, oooder die Strecke zu lang war. Wir wären an manchen Orten gerne noch viel viel länger geblieben. Aber das ist ja sowieso immer so.

Brände in Portugal

Vor allem in den heißen Sommermonaten kommt es in Portugal immer wieder zu Waldbränden. Lass dich davon jetzt bitte nicht verunsichern, man ist dort sehr gut vorbereitet.

Tipp von einem Leser: Unter diesem Link fogos.pt kannst du alle aktuell gemeldeten Waldbrände in einem Liveticker einsehen. Wenn du es noch genauer wissen möchtest, kannst du unter effis.jrc.ec.europa.eu Satellitendaten verfolgen, die dir die Standorte sehr genau anzeigen.

Danke Paul, für diesen Hinweis 🙂

Hier die Fakten

14 Tage
12 Orte
1.300 km
14 Stunden

Fahrzeit


Entfernungen in Portugal

In der nachfolgenden Tabelle haben wir dir die Entfernungen zwischen den einzelnen Stopps und die Campingplätze auf denen wir geschlafen haben aufgelistet.

Start ↔ Ziel Entfernung Was gibt es am Ziel? Campingplatz
Airport Faro ↔ Cabanas de Tavira  47 km ☀ ? Ria Formosa 
1. Tavira ↔ 2. Faro  43 km  ? ? ?
2. Faro ↔ 3. Quarteira  22 km ☀  ? ? ? Camping Quarteira
3. Quarteira ↔ 4. Lagos/Lúz  82 km ☀ ? ? Camping Valverde
4. Lagos/Lúz ↔ 5. Sagres  36 km ☀?? Camping Sagres*
5. Sagres ↔ (7. Lissabon) ↔ 6. Cascais  358 km ☀ ?  ? ? Camping Guincho
6. Cascais ↔ 8. Sintra  20 km ??
8. Sintra ↔ 9. Nazaré  138 km ☀ ? ? ? Camping Valado
9. Nazaré ↔ 10. Coimbra  109 km   ? ?
10. Coimbra ↔ 11. Porto  122 km ☀  ? ?
11. Porto ↔ 12. Campo do Gerés (Nationalpark) 102 km ☀ ? ? Parque Cerdeira

☀ Strand |  ? hohe Wellen | ? Bars | ? Wandern / Natur |  ? Berge | ? Hunde erlaubt | ? für Familien geeignet |  Sightseeing

*Hinweis: Auf diesem Campingplatz waren wir nicht. Wären wir länger in Sagres geblieben, hätten wir hier übernachtet. Es gibt dort aber insgesamt super viele Campingplätze, Stellplätze für Busse und auch Surfer-Hostels ohne Ende.


Campingplätze in Portugal

Wir haben während des Roadtrips, bis auf eine Nacht, auf Campingplätzen gezeltet. Das Netz an Campingplätzen hier ist dicht und für jeden Geschmack ist was dabei. Von günstig und zweckmäßig bis zu voll ausgestatteten Entertainment-Camps gibt es hier alles.

Wir waren fast ausschließlich in Orbitur-Camps. Die meisten sind recht neu und haben einen hohen Standard. Es sind keine Luxus-Camps, sondern gemütliche Pinienwald-Campingplätze.

In Lissabon und Coimbra gibt es Campingplätze inmitten der Stadt, falls da jemand Lust drauf hat.

Mehr zu den Kosten auf Campingplätzen.

Du kannst in Portugal auch wildcampen, es aber nicht damit übertreiben und z.B. direkt am Strand zelten. Solange du niemand damit störst, ist alles in Ordnung. Aber: Es ist offiziell verboten!

Algarve Campingplatz Zelt und Hängematte

Streckenplanung

Von Süd nach Nord oder andersrum?

Ob du jetzt von Süden nach Norden fährst, oder anders herum ist eigentlich egal.

Wir entschieden uns dafür von Süden nach Norden zufahren. Es war nur ein praktischer Grund die Route so zu gestalten. Der Rückflug von Porto war direkt nach Dortmund möglich. Und da wir vor allem am Rückreisetag keine große Fahrerei mehr in Kauf nehmen wollten, war es für uns einfach bequemer. Aber vielleicht möchtest du dich auch anhand der Gegebenheiten vor Ort entscheiden:

Der Norden ist sehr bergig und ein tolles Wander- und Klettergebiet. Du kannst hier auch alle möglichen anderen Sportarten machen oder einfach nur die tollen Ausblicke auf einer Terrasse genießen. Die Küste ist hier genauso schön wie im Süden, wenn auch etwas rauer. Bade- und Surfstrände gibt es aber auch ohne Ende.

Im Zentrum von Portugal liegt das wunderbare Lissabon. Von hier aus kannst du eigentlich alles haben. Das Meer liegt um die Ecke und Berge sind auch nicht weit. Vielleicht der beste Start- bzw. Endpunkt.

Im Süden Portugals findest du vor allem lange Sandstrände und imposante Steinformationen. Hier ist eher Badeurlaub und Entspannung  angesagt. Die Orte sind hier teilweise etwas touristischer, aber trotzdem total entspannt und schön. Man kann aber auch hier tolle Küstenwanderungen machen und den riesigen Wellen beim Brechen zusehen.

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Unsere absoluten Highlights

Zu unseren absoluten Highlights gehörten vor allem die traditionelle kleine Stadt Tavira, die hohen Wellen in Nazaré, die schönen verwinkelten Gassen in Coimbra, das wunderschöne Porto und vor allem die überwältigende Natur im Nationalpark Peneda-Gerês.

Tavira an der Algarve

Die kleine Stadt Tavira ist wirklich bezaubernd. Es fühlt sich zumindest so an, als wenn der Ansturm der Touristen das Stadtbild hier noch nicht komplett verändert hat. Zwar gibt es hier zwei kleine Souvernir-Shops, aber sie wirken eher wie kleine Kunsthandwerks-Geschäftchen. In Tavira gibt es sehr sehr viele Kirchen. Fast 40!

Alte Häuser in Tavira Portugal

Die schönen Gebäude in Tavira am Fluß Rio Gilão.

Wir waren in einem Klostergarten, der auf einem Hügel liegt. Von dort oben hast du einen sagenhaften Blick über die historische kleine Stadt. Gleich um die Ecke gibt es eine Camera Obscura in einem alten Wasserturm. Wir wollen gar nicht viel darüber verraten, außer: Geh. dort. unbedingt. vorbei!

Nazaré – Das ist die perfekte Welle

Ok. Wir können weder Surfen, noch gab es die für Nazaré bekannten „Monster-Wellen“. Aber. Nazaré ist auch viel mehr als das. Der Ort ist wirklich bezaubernd mit seinen kleinen Gassen und einen perfekten Sonnenuntergangs-Ausblick. Eine Hälfte von Nazaré liegt nämlich auf einem Hügel. Man kann direkt vom Strand mit der Seilbahn hinauf fahren. Und hier oben gibt es die weltbeste Sonnenuntergangs-Guck-Plattform.

Nazare in Portugal big waves

Das Wasser sieht schon verführerisch aus, wa?

Dann gibt´s hier auch noch ein richtig geiles Fischlokal. A Tashquina. Allerdings ist das der Name aller gemütlichen „Ess-Kneipen“, aber alle kennen den Laden dort. Er liegt ein paar Meter vom Strand entfernt, zwischen alten maroden Gebäuden. Einfach mal die Einheimischen nach dem Weg fragen. Es lohnt sich wirklich! Die Restaurants an der Promenade sind eher „Touri-Kram“.

Sintra – Wie aus einem Märchen

Hoch oben, über den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, da lebte ein … Der Ort Sintra könnte aus einem Märchen entsprungen sein. Er liegt ganz weit oben auf einem grünen und verregnetem Hügel. Man kommt nur über eine enge, verschlungene Bergstraßen hinauf. Und was findet man hier oben so spannendes? Schlösser! Und Burgen! Und Parks die aussehen wie aus einem Disney-Film.

Park in Sintra Portugal

Der Eingang zu einem der fantasievollen Märchengärten.

Wir haben hier indische Paläste und längst vergessene Pflanzen gesehen. Zeitweise haben wir vergessen das wir wirklich in Portugal sein sollen.

Sagres – Das Ende der Welt

Also. Dass man da hin muss schreiben glaub ich alle. Es ist auch sehr schön dort. Wir fanden es schön dort. Aber auch nicht so richtig spannend. Hier ist es sehr touristisch. Souvenier-Stände bis zum Abwinken, Promoter die für Lokale werben und ziemlich viele Leute wie wir, die „mal gucken“ wollten. Nicht sooo richtig unser Ding. Aber warum war Sagres dann ein Highlight für uns?

Portugal Sagres Die letzte Bratwurst vor Amerika

Die letzte Bratwurst vor Amerika schmeckt außerordentlich gut.

Ganz einfach. Dort gab es mit Abstand die weltbeste Bratwurst überhaupt! Denn dort, am Ende der europäischen Welt steht nämlich ein deutscher Bratwurststand, „Die letzte Bratwurst vor Amerika“. Wenn du hier bist, nimm die kleine Warteschlange in Kauf! Es gibt Thüringer und Nürnberger, auch in etwas spezielleren Varianten. Jamjamjam.

Coimbra – Stadt der Studenten

Eine der schönsten Städte auf unserer Reise war das studentische Coimbra. Durch einen Tipp eines Kellners aus Nazaré machten wir uns auf in diese Stadt. Der kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus und so hatten wir einen langen Zettel mit den besten Ecken Coimbra’s.

Coimbra in Portugal Häuser

Coimbra ist so eine schöne alte Stadt mit ganz viel studentischem Flair.

Coimbra ist genau so wie man sich eine Stadt in Portugal vorstellt. Wunderschöne Architektur aus vergangenen Jahrhunderten, verwinkelte Gassen, gemütliche kleine Cafes und angenehme Bewohner. Hier kannst du dir auf jeden Fall die Füße wundlaufen, denn es gibt in jedem Winkel etwas zu entdecken. Ich kann auch nichts konkretes nennen, was die Stadt für uns zum Highlight macht. Die ganze Stadt war einfach so schön und atmosphärisch. Das reicht manchmal schon aus, um sich für etwas zu begeistern.

Nationalpark Peneda-Gerês

Das Beste kommt zum Schluss! Und der wilde Nationalpark war für uns mit Abstand das allerbeste an der ganzen Reise. Ganze drei Tage blieben wir hier und genossen die Natur in vollen Zügen. Der Park ist bei Touristen nicht so bekannt und kann vielleicht noch als Geheimtipp durchgehen.

Portugal Nationalpark Norden

Toller Römerpfade führen durch den Nationalpark.

Wir haben dort tolle Wanderungen gemacht, sind auf Schlangen und wilde Rinder getroffen, sind durch Flüsse geklettert und haben in tiefe Täler geblickt. Dann hatten wir (wieder durch einen Tipp) einen absolut genialen Campingplatz, inmitten des Parks. Ein echter Camper-Traum!

Und hier – ganz am Ende der Reise – haben wir das Portugal gefunden, das für uns genau das richtige war. Keine fotogene Steilküste oder paradiesischer Sandstrand hat uns so verführt wie dieser Park.

Artikelempfehlung: Portugals einziger Nationalpark


Was würden wir beim nächsten Mal machen?

1. Länger im unentdeckten Norden bleiben

Wenn wir nochmal nach Portugal fahren, werden wir mehr im Norden unterwegs sein. Dort fanden wir unsere persönlichen Highlights: Urige Dörfer ohne Touri-Ansturm, die perfekten Ausblicke über Täler und Flüsse, einsame Natur und das beste Essen. Außerdem würden wir Autobahnen eher meiden. Irgendwie hatten wir das Gefühl, an den schönen Ecken vorbei gefahren zu sein.

2. Mehr Zeit oder weniger Strecke einplanen

Du kannst in 14 Tagen viel sehen, aber die Orte wirklich kennenzulernen und zu genießen ist schon etwas schwieriger. Meistens bleibt man nur 1-2 Nächte und muss schon wieder weiter. Wir würden beim nächsten Mal für einen 14-Tage-Roadtrip wahrscheinlich nur noch die halbe Strecke einplanen. Praktischerweise liegt Lissabon so ziemlich in der Mitte und kann immer als Start- oder Endpunkt dienen.

3. Das Hinterland erkunden

Viele Küsten haben wir in den zwei Wochen gesehen, aber Portugal besteht nicht nur aus Sandstränden und Küstenstädten. Portugal hat auch Berge und Täler und ne ganz Menge unentdeckter Ecken, die erkundet werden wollen.

4. Surfen Lernen

Wenn nicht hier, wo dann? Portugal ist eines der Surferparadiese in Europa. An der Algarve gibt es eine Surfschule an der anderen. Die warten quasi nur auf uns! Außerdem haben wir uns vorgenommen, alles zu tun wovor wir Angst haben. Denn vielleicht sind das ja genau die Dinge, an denen wir Spaß haben könnten.

5. In Porto wohnen

Wir waren hier nur ganz kurz – viel zu kurz! In den 3-4 Stunden fanden wir Porto aber schon richtig toll. Wie Lissabon, nur entspannt und gemütlich.

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Madlen

Ich bin 32 Jahre alt, lebe und arbeite in Dortmund. Ben und ich versuchen so oft es geht die Welt zu entdecken und euch an all den schönen Orten teilhaben zu lassen.

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4 Kommentare
  • Sehr schön, der Artikel kommt genau richtig, da ich mich in Kürze eh mal näher mit Portugal beschäftigen wollte. Ich würde vermtlich ebenfalls zwei Wochen Zeit haben, daher hab ich mir den Link gleich mal abgespeichert und werde vermtlich noch das eein oder andere Mal darauf zugreifen. Sintra und auch Peneda-Gerês finde ich auf jeden Fall super schön, wieviel zeit sollte man für den Nationalpark denn so ungefähr einplanen wenn man das alles ganz relaxt angehen möchte ? Danke jedenfalls für den tollen Beitrag, jetzt bin ich wieder urlaubsreif *g*

    • Huhu Andreas,

      toll, auf nach Portugal! 🙂 Am liebsten würden wir direkt mit dir mitkommen.

      Für den Nationalpark würden wir mindestens 3-4 Tage einplanen, vielleicht sogar mehr. Er ist sehr groß und man kann wirklich viel erleben und sehen, es gibt unzählige Wanderwege und wunderschöne Orte die man besuchen kann. Wir haben es aufgrund der Hitze bei unserem Besuch sehr langsam angehen lassen und haben nur 3 kleinere Wanderungen gemacht und ansonsten in der Hängematte die Seele baumeln lassen.

      Schau am besten auch mal in unserem Artikel über Peneda-Geres vorbei wenn du das nicht schon getan hast 🙂

      Liebe Grüße
      Madlen

  • Huhu,

    ich konnte es nicht lassen, euch hier noch einen zweiten Kommentar zu hinterlassen. Erst mal finde ich eure grafischen Darstellungen super, darf ich fragen, wie ihr die Karte erstellt habt? Wirklich schön! Eure Route ist top, war ebenfalls an allen Orten und kann jeden einzelnen empfehlen. Beim nächsten Mal macht unbedingt die Tour einmal im Osten statt an der Küste im Westen, es gibt so viele tolle Orte im Hinterland 🙂
    Eine kleine Sache in diesem Beitrag ist mir als „Fast-Portugiesin“ nur etwas bitter aufgestoßen. Ihr beginnt einen Artikel über Portugal mit einer spanischen Begrüßung (buuuh) 😀
    Wenn ihr Hola amigos durch Olá amigos ersetzt, ist euer Text perfekt <3

    Ganz liebe Grüße

    Susanne

    • Olá Susanne 😀

      Danke zunächst für den Hinweis, an unserem Portugiesisch müssen wir wohl noch arbeiten 😀

      Cool das dir unsere Arbeit gefällt, dass macht mich super happy. Wir stecken viel Mühe in jeden Artikel da geht es runter wie Öl, wenn man so ein nettes Feedback bekommt. 🙂

      Die Karte habe ich einfach im Photoshop erstellt. Zuerst habe ich einen Screenshot von Portugal auf Googlemaps geknipst und die Konturen dann im Photoshop mit einem Pfadwerkzeug nachgezeichnet. Die nachgezeichnete Fläche mit Farbe gefüllt, ein paar Punkte und Linien hinzugefügt und dann natürlich noch die Namen der Orte. Ich hoffe das hilft dir ein wenig weiter, ansonsten immer mit Fragen 🙂

      Das Hinterland werden wir auf jeden Fall auch noch mal erkunden, die Küste kennen wir ja jetzt schon 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Madlen