5 Wanderrouten auf Gran Canaria

5 Wanderrouten auf Gran Canaria

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Gran Canaria bietet unglaublich viele und sehr abwechslungsreiche Wandergebiete, die über die gesamte Kanareninsel verteil liegen. Wir zeigen euch unsere Top 5 Wanderrouten die wir bei unserem Kurzurlaub im November gelaufen sind.

Unsere Top 5 Wanderrouten auf Gran Canaria


Auf dem Vulkan von Bandama


Mittelschwere Wanderung

ca. 1,5 Stunden

3,5 km

90 Höhenmeter

Größtenteils loser Untergrund

Nur wenige Kilometer südlich von Las Palmas liegt der geschützte Naturpark Bandama. Er besteht aus dem Pico de Bandama (dem ‚Gipfel von Bandama‘) und der Caldera de Bandama (dem ‚Krater von Bandama‘). Dabei Liegen Krater und Gipfel direkt beieinander und sind jeweils sehr gut mit dem Auto oder Rad erreichbar.

Wir starten nach einer Tasse Kaffee im Restaurant Los Geranios unsere Wanderung gegen den Uhrzeigersinn entlang des Kraterrandes. Nach wenigen Metern auf befestigten Straßen kommen wir zu einem ansteigenden naturbelassenem Pfad der später noch einmal ein kurzes Stück über eine befestigte Straße führt.

Blick in den Krater von Bandama
Blick in den Krater von Bandama
Ausblick vom Pico de Bandama
Ausblick vom Pico de Bandama

Nach einem Viertel der Strecke beginnt der Abschnitt der die kurze Strecke doch etwas anspruchsvoller macht. Auf losem Schotter und Geröll führt der Weg nun hinauf auf dem Kamm den Kraters. Besonders die Anstiege auf losem Untergrund sind anstrengend. Die durchgehend sehr schöne Aussicht auf der Route entschädigt aber für die teils recht rutschigen Anstiege.

Tipp vom Kenner: Im Anschluss an die mit ca. 3,5 km kurze aber dennoch anstrengende Rundwanderung empfiehlt sich der Besuch des benachbarten Gipfels Pico de Bandama. Von hier reicht der Blick bis hinüber in die Hauptstadt der Insel Las Palmas.


Rund um die Embalse de Tirajana


Mittelschwere Wanderung

ca. 3,5 Stunden

13 km

490 Höhenmeter

Naturbelassene Pfade

Ausgangspunkt dieser besonders schönen und abwechslungsreichen Wanderung ist der kleine Ort Santa Lucía. Er liegt inmitten des gewaltigen Kraters von Tirajana, der nach Südosten hin offen ist und eine 76 Quadratkilometer große Schlucht bildet. Während der Wanderung umrunden wir den Stausee Presa de Tirajana der die Schlucht ganzjährig mit ausreichend Wasser für die Landwirtschaft und die schönsten Palmengärten der ganzen Insel versorgt.

Im Ortskern von Santa Lucía kann man gut und gratis parken. Nach einer Tasse Kaffee im namenlosen Lokal direkt an der Bushaltestelle, beginnt unsere Wanderung. Wir verlassen den Ort in Richtung Südwesten. Hier wechseln sich Palmengärten und Wohngebiete ab.

Nach ca. dreieinhalb Kilometern gelangt man, kurz hinter dem winzigen Ort Ingenio, in das Tal durch das der Barranco de Tirajana fließt. Der kleine Fluss mündet einige Kilometer flussabwärts in den Stausee. Hier gibt es gleich mehrere selbst gebaute Häuser von Aussteigern zu bestaunen.

Aussteigerhäuser im Tal des Barranco de Tirajana
Aussteigerhäuser im Tal des Barranco de Tirajana

Nachdem man das mit dichtem Bambus (Vorsicht, die Blätter sind sauscharf!) und vielen Palmen bewachsene Tal durchquert und auf der gegenüberliegenden Hangseite verlassen hat, geht es erstmals eine ganze Weile leicht bergauf. Der Weg führt nun durch kargere Landschaften. Die vielen Äcker entlang der Route sind mit kleinen Felsen übersät und immer wieder stehen riesige Aloe Vera Pflanzen und ganze Wände aus blühenden Kakteen am Wegesrand.

Nach sieben Kilometern führt der Weg dann steil hinab zur Staumauer. Als wir (Wir haben die Wanderung im November gemacht) dort ankamen, war der Stausee leider ziemlich leer. Am östlichen Ende der Staumauer befindet sich eine Aussichtsplattform mit interessanten Infotafeln zum Stausee und der Region. Nach kurzer Verschnaufpause geht es nun wieder weiter Richtung Norden. Nach einem Kilometer auf der Straße GC-651 liegt auf der rechte Seite das sehr gemütliche kleine Lokal Restaurante El Apendre. Hier bekommt man neben einigen regionalen Mitbringseln einen hervorragenden Kaffee und leckeren Kuchen um sich für den letzten 3 Kilometer hinauf zum Ausgangspunkt zu stärken.


Hinauf zum Roque Nublo


Mittelschwere Wanderung

ca. 2 Stunden

4,4 km

220 Höhenmeter

Naturbelassene Pfade

Nahezu im geografischen Zentrum der Insel liegt der Roque Nublo, die bekannteste Landmarke auf Gran Canaria. Eine 65m hohe Basaltsäule die aus dem Plateau an der Bergspitze ragt.

Häufig liegt der Gipfel in dichten Wolken und kam so zu seinem Namen, der wörtlich übersetzt „Wolkenfels“ bedeutet. Auf der Tour solltet Ihr unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Der Passatwind sorgt dafür, dass die Wolken schnell kommen und gehen. Ohnehin ist es auf dem Gipfel in rund 1.800m Höhe frisch.

Als Ausgangspunkt für die Wanderung empfehlen wir den Parkplatz Parkplatz Degollada La Goleta an der GC-60. Von hier aus folgen wir dem beschilderten Pfad, der direkt hinauf zum Gipfel führt. Nach ca. 500 m zweigen wir allerdings nach rechts ab und beginnen die Umrundung des Roque Nublo gegen den Uhrzeigersinn. Der Weg führt zunächst mit leichten Auf und Ab durch Kiefernwälder. Auf dem Weg liegen auch lichtere Stellen mit toller Aussicht.

Basaltsäule auf dem Plateu des Roque Nublo
Basaltsäule auf dem Plateu des Roque Nublo

Nach der Umrundung des Berges kommen wir wieder an der Gabelung an und folgen dem Pfad nach links hinauf zum Gipfelplateau. Bei gutem Wetter überblickt man die gesamte Insel und in Richtung Nordwesten erhebt sich gut sichtbar der gewaltige Teide auf Teneriffa.


Wanderung im Tamadaba Nationalpark


Mittelschwere Wanderung

ca. 1,5 Stunden

7,2 km

270 Höhenmeter

Naturbelassene Pfade

Der über 7.500 Hektar große Tamadaba Nationalpark im Nordwesten von Gran Canaria ist eine besonders schöne und ursprüngliche Region. Naturbelassene Pinienwälder und schroffe Böschungen prägen die Landschaft. Bartflechten hängen in langen Zotteln von den Bäumen und geben der Szenerie eine irgendwie mystische Atmosphäre.

Auf der GC-216 haben wir unseren Mietwagen auf einem kleinen Parkplatz (28°01’55.7″N 15°41’22.8″W) an der Finca Tirma abgestellt und standen damit schon auf dem Wanderweg der zunächst ca. 1km zur Straße Richtung Norden führt. Anschließend gabelt sich die Straße und wir folgen der Abzweigung nach links, bis der Pfad sich wieder nach rechts von der Straße trennt. Von hier an verläuft die Rundwanderung nur noch durch naturbelassene Wälder, bis wir auf dem Rückweg der Rundtour wieder auf eben diese Gabelung stoßen werden.

Tamadaba Nationalpark

Tamadaba Nationalpark kurz vor Sonnenuntergang

Einige Wanderführer berichten, dass das Highlight der Rundwanderung der Aussichtspunkt am Roque Faneque ist. Unterhalb des ca. 800 Meter hohen Felsens befinden sich noch alte Wohnhöhlen, die Ziegenhirten als Unterschlupf dienten.  Allerdings konnten wir bei unserer Tour den Weg dort hin nicht finden. Die Wanderung ist aber auch ohne den Abstecher ein Highlight unseres Gran Canaria Urlaubs.


Rund um die Dünen von Mas Palomas


Mittelschwere Wanderung

ca. 2 Stunden

8 km

20 Höhenmeter

Größtenteils Sand

Auf einer Länge von ca. 6 Kilometer und eine Breite von 2 Kilometern zwischen Playa del Ingles und dem Leuchtturm von Maspalomas erstreckt sich eine einzigartige Dünenlandschaft. Es wirkt wie eine kleine Wüste, wenn man zwischen den Dünen wandert.

Das Hotel Riu Palace de Maspalomas dient bei dieser Tour als gut erreichbarer Ausgangspunkt. Hier liegt auch das Besucherzentrum für die geschützte Dünenlandschaft, sowie ein Aussichtspunkt. Von hier aus führt ein mit gelben Markierungen gekennzeichneter Weg durch die Dünenlandschaft Richtung Leuchtturm.

Die Dünen von Mas Palomas
Die Dünen von Maspalomas im äußersten Süden von Gran Canaria

Ca. 800 Meter bevor man den Leuchtturm erreicht, gelangt man an den weitläufigen Strand. Am Strand entlang geht die Route weiter in Richtung Osten. Nach rund 3,5 Kilometern trifft man auf die Landspitze Punta de Maspalomas, wo Felsen ins Meer ragen. Von hier aus folgen wir weiter dem Strand der in Playa del Inglés endet. Anschließend geht es nach links an der Promenade entlang zurück zum Ausgangspunkt.

Wanderführer Gran Canaria

Der Wanderführer von Kompass* war bei diesen Wanderungen eine super Hilfe. Klein und kompakt, alle wichtigen Infos gebündelt und bebildert. Dem Büchlein liegt auch eine große Karte bei, in der man alle Wanderungen in der Übersicht hat.

Auch interessant: Sternenbeobachtung auf Gran Canaria

Ben

Ich bin 34 alt und arbeite als Art Director. Mit meiner zukünftigen - Madlen - bereise ich die Welt und erlebe ziemlich viele coole sachen, über die wir hier berichten.

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2 Kommentare
  • Hi, wir waren im April auf Gran Canaria. Die Vulkanwanderung haben wir nicht mehr geschafft. Aber schließlich muss man sich noch etwas für einen weiteren Besuch übrig lassen. Würde ihr alle Wanderungen als mittelschwer einstufen? Die Dünen von Maspalomas sind doch leicht und den Weg zum Roque Nublo würde ich auch eher einfach einschätzen. 😉
    Ich mag eure Fotos total gern. Die Stimmung auf den Fotos ist einfach herrlich, ich glaub, ich sollte echt mal früher aufstehen. 😉

    LG Myriam

    • Hey Myriam, na hoffentlich kommt Ihr bald dazu die Wanderungen auf dem Caldera de Bandama auch mal zu testen 🙂 Wirklich toll der Rundumblick auf dem Kraterrand!
      Die Wanderung durch die Dünen stufe ich durchaus eher als mittelschwer ein. Einerseits wegen der sehr anstrengenden Abstecher an die Dünenhänge, andererseits wegen der vielen Sonnenstunden, die an der Südküste von Gran Canaria herrschen. Als ich die Wanderung gemacht habe, schien mir durchgehend die Sonne auf den Scheitel. Das ist eine zusätzliche Belastung, da es auf der gesamten Wanderung nirgends Schatten gibt.
      Klasse, dass Dir die Bilder gut gefallen!

      Beste Grüße, Ben